Standards im Rechnungswesen

105 Krankenkassen nutzen ERP-Lösung von Wilken

| Autor: Ira Zahorsky

Die Firma Wilken mit Stammsitz in Ulm
Die Firma Wilken mit Stammsitz in Ulm (Bild: Press'n'Relations)

Vier Fünftel der 124 gesetzlichen Krankenversicherungen setzen inzwischen die ERP-Lösung des Software-Anbieters Wilken ein. Diese ist eine Kombination aus dem CS/2-Finanz- und Rechnungswesen von Wilken und der Branchensoftware iskv_21c des Wilken-Partners Bitmarck.

Die Branchenlösung „iskv_21c“, über die mehr als 14,2 Millionen Versicherte betreut werden, soll für die effiziente Durchführung aller Geschäftsprozesse einer modern organisierten Krankenkasse sorgen. Das System und „CS/2 Finanz- und Rechnungswesen“ arbeiten eng integriert, so dass durch die Einführung der beiden Lösungen zahlreiche weitere Abläufe deutlich optimiert werden sollen.

Den Abschluss des Projekts markierten die BKK Public, die BKK Salzgitter und die TUI BKK, bei denen die beiden Software-Lösungen Anfang Juni in Betrieb genommen wurden.

„Mit dem Abschluss des Rollouts arbeiten rund 90 Prozent aller Kassen in Deutschland mit dem Wilken-ERP-System. Damit ist CS/2 nachhaltig als Standardlösung für die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) etabliert“, freut sich Jochen Endress, verantwortlich für den Bereich Sozialversicherungen bei Wilken.

Anlässlich des abgeschlossenen Rollouts traf sich Mitte Juni auch der „GKV-Fachanwenderkreis ERP“ bei Wilken in Ulm, um sich über die künftigen Weiterentwicklungen zu informieren. Im Zentrum stand dabei die kommende CS/2-Version 4.3, die in zahlreichen Details für die Anforderungen der Krankenkassen ausgebaut wurde.

Weiterentwicklungen

Neben den zentralen Anwendungen für das Finanzmanagement setzen viele Krankenkassen inzwischen auch weitere CS/2-Module ein, etwa für den Einkauf. Zu den GKV-spezifischen Wilken-Anwendungen gehört beispielsweise das Haushaltsmodul, mit dem die Kassen den erstellten und von der Aufsichtsbehörde genehmigten Haushaltsplan hinterlegen und alle Haushaltspositionen überwachen können.

Es stehen aber auch differenzierte Hochrechnungsvarianten zur Verfügung, die neben dem Plan-/Ist-Vergleich auch den Blick in die Zukunft ermöglichen. Eine spezielle GKV-Umbuchungsmaske erlaubt es, alle komplexen Umbuchungsvorgänge zwischen iskv_21c und CS/2 automatisiert abzuwickeln. Etwa bei der Jahresrechnungsabgrenzung, bei den so genannten ZR9-Buchungen oder bei Buchungen gegen Forderungs- und Verpflichtungskonten. Dazu kommt ein kassenspezifisches Eingangsrechnungsmanagement, über das Belege automatisch im Dokumentenmanagement erfasst und revisionssicher archiviert werden können.

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