Microsoft Cloud für Deutschland

Wird die Cloud zum Glücksfall für Behörden?

| Autor: Manfred Klein

Cloud Computing ohne Sorgen
Cloud Computing ohne Sorgen (Bild: Kirsty Pargeter – Fotolia.com)

Lange Zeit stand die Öffentliche Verwaltung Cloud-Technologien misstrauisch gegenüber. Die Risiken bezüglich des Datenschutzes erschienen vielen Verantwortlichen – trotz der unbestreitbaren Vorteile – einfach zu hoch. Mit seinem neuen Cloud-Angebot will Microsoft diese Bedenken ein für alle Mal beseitigen.

Microsoft will das Hindernis mit seinen Cloud-Lösungen speziell für Deutschland nun endgültig aus dem Weg räumen. Denn die Cloud bietet nicht nur wirtschaftliche Vorteile, sie ist auch mittlerweile für eGovernment beinahe unverzichtbar, da sie es erlaubt, elektronische Dienste der Verwaltungen ebenenübergreifend anzubieten.

Hilft die Cloud eGovernment?

Der vom Normenkontrollrat im vergangenen Jahr geforderte Bürokratieabbau und die forcierte Einführung von eGovernment ließen sich so vermutlich leichter und schneller bewältigen. Gleichzeitig hätte man damit ein Instrument in der Hand, das der derzeit sinkenden Nutzung von eGovernment in Deutschland wirksam entgegenwirken könnte.

Ein weiterer Grund für die Einführung von Cloud-Anwendungen ist die zunehmende Digitalisierung der Gesellschaft, die nicht nur die Art wie wir kommunizieren und arbeiten verändern wird, sondern jeden gesellschaftlichen Lebensbereich erfassen wird. Die sich daraus ergebende Vermischung von bisher getrennten Lebensbereichen wie Freizeit und Arbeit lässt sich nach derzeitigem Kenntnisstand technologisch vermutlich am besten über eine Cloud abbilden.

In der Wirtschaft sind diese Zusammenhänge schon längst spürbar. So nennen laut einer Studie von Gigaom Research 71 Prozent der strategischen IT-Einkäufer Skalierbarkeit, Kosten und unternehmerische Flexibilität als wichtigste Gründe für den Einsatz von Cloud-Diensten. Und laut einer Studie von PricewaterhouseCoopers nutzen bereits 70 Prozent der deutschen Unternehmer Cloud Computing. Dabei stehe die Sicherheit bei den Unternehmen im Vordergrund. Für jeweils 90 Prozent spielen bei der Auswahl eines Cloud-Services die Aspekte Informationssicherheit des Anbieters die entscheidende Rolle.

Und noch etwas hat sich geändert: „Wenn die Entscheidung für die virtuelle Wolke gefallen ist, bleibt die große Mehrheit der Unternehmen der Cloud treu. Nur ein kleiner Prozentsatz holt seine Daten und Anwendungen zurück. Dies spricht dafür, dass die Unternehmen aktuell eine Lern- und Optimierungsphase durchlaufen, um sich die technischen Möglichkeiten der Cloud Services vollständig zu erschließen“, fasst der Cloud-Experte Markus Vehlow, Partner bei PricewaterhouseCoopers, den derzeitigen Stand zusammen.

Da wundert es nicht, wenn die Berater von IDC festhalten: „Bis 2020 werden Clouds nicht mehr nach ‚öffentlich‘ und ‚privat‘ unterschieden. Es wird einfach der Weg sein, wie Geschäfte gemacht und IT bereitgestellt wird.“

Mag jedoch auch technisch unter Sicherheitsaspekten alles bestens geregelt sein, die Öffentliche Verwaltung hat dennoch eigene juristische Vorgaben, die ihr zum Beispiel durch den Datenschutz vorgegeben werden. Bei Microsoft versucht man diesen besonderen Sicherheitsanforderungen mit einem umfassenden Commitment zu entsprechen.

Sicherheit in der Cloud für Behörden

So heißt es vonseiten des Unternehmens: „Wir nehmen unsere Verpflichtung ernst, die Kunden in der Welt der Clouds zu schützen.“ Dabei arbeite man intensiv mit Industrie und Behörden zusammen. Letzter Schritt in diesem Zusammenhang ist die Microsoft Cloud für Deutschland. eGovernment Computing hat mit dem National Technology Officer von Microsoft Deutschland, Thomas Langkabel, über die Möglichkeiten dieses Angebots gesprochen. Im Kasten finden Sie den Link zur Aufzeichnung.

Weitere Informationen zur Microsoft Cloud Deutschland gibt es in unserem Executive Talk mit dem Thomas Langkabel auf eGovernment-Computing.de.

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