Umsetzung des eHealth-Gesetzes

Weshalb es den Medikationsplan gibt

| Autor: Susanne Ehneß

Der Medikationsplan soll für mehr Transparenz sorgen
Der Medikationsplan soll für mehr Transparenz sorgen (Bild: My Therapy)

Zum 1. April 2017 ist die Übergangsfrist zum bundeseinheitlichen Medikationsplan ausgelaufen, rund 20 Millionen Menschen haben nun Anspruch darauf. Doch wozu gibt es diesen Plan? Und wie funktioniert er?

Ziel des Medikationsplan ist es, Patienten bei der korrekten Einnahme ihrer Medikamente zu unterstützen und das medizinische Fachpersonal über die Medikation zu informieren. Die Transparenz soll dazu beitragen, Wechselwirkungen zwischen Medikamenten zu reduzieren – auch unter Einbeziehung selbst verordneter Arzneien.

Wie ein solcher Medikationsplan aussieht und wozu er gut ist, hat Kooperationspartner My Therapy illustriert:

Der Medikationsplan ist Bestandteil des eHealth-Gesetzes, das Ende 2015 beschlossen wurde. Es ist Anfang 2016 in Kraft getreten.

„Immer noch sterben in Deutschland zu viele Menschen an gefährlichen Arzneimittelwechselwirkungen. Deshalb erhalten Menschen, die 3 oder mehr Arzneimittel anwenden, ab Oktober 2016 einen Anspruch auf einen Medikationsplan. Die Selbstverwaltungspartner in der gesetzlichen Krankenversicherung haben die Regelung dahingehend konkretisiert, dass dabei nur solche Arzneimittel relevant sind, deren Einnahme über einen Zeitraum von mindestens 28 Tagen erfolgt“, heißt es dazu auf der entsprechenden Website des Bundesgesundheitsministeriums.

Weiter: „Mit dem Medikationsplan, der dem Patienten ausgehändigt wird, sieht der behandelnde Arzt, welche Medikamente der Patient aktuell einnimmt. So können gefährliche Wechselwirkungen reduziert werden. Vom Medikationsplan profitieren vor allem ältere und chronisch kranke Menschen. Erstellt wird der Medikationsplan vom Arzt, der den Versicherten über seinen Anspruch aufklären muss. Apotheker sind von Anfang an einbezogen und bei Änderungen der Medikation auf Wunsch des Versicherten zur Aktualisierung verpflichtet. Ab 2018 soll der Medikationsplan auch elektronisch von der Gesundheitskarte abrufbar sein.“

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