Konsolidierung der IT-Landschaft

Thüringen erweitert Rechenzentrum energieeffizient

| Autor: Ira Zahorsky

Dr. Hartmut Schubert, Finanzstaatssekretär Thüringen
Dr. Hartmut Schubert, Finanzstaatssekretär Thüringen (Bild: Delf Zeh)

In Thüringen soll ein energieeffizienter Erweiterungsbau des bestehenden Landesrechenzentrums entstehen.

Da die energetische Sanierung des bestehenden Thüringischen Rechenzentrums im laufenden Betrieb aus technischen Gründen nicht möglich ist, sollen mit einem Erweiterungsbau zunächst neue Kapazitäten geschaffen werden, um anschließend eine unabhängige Sanierung der Altrechnerräume vorzunehmen.

Entstehen soll ein energieeffizienter Erweiterungsbau des bestehenden Landesrechenzentrums. Ziel seien neue Maßstäbe bei Energieeffizienz, Stromverbrauch und CO2-Einsparung in der Verwaltungs-IT, so Finanzstaatssekretär Dr. Hartmut Schubert, der als Beauftragter des Freistaats Thüringen für eGovernment und IT (CIO) die strategische Gesamtverantwortung in der Landesverwaltung trägt. Er plant zudem den Bezug von Strom aus erneuerbaren Energiequellen vor Ort.

Vereinfachen und Zentralisieren

Mit der Konsolidierung der IT wird das Ziel verfolgt, bestehende Systeme zu vereinheitlichen und zu zentralisieren. Durch eine zentrale Betriebsverantwortung sollen Mehrfach-Strukturen vermieden und ein effektives Bandbreitenmanagement etabliert werden. Einheitliche Hard- und Software soll Kosten begrenzen. Insbesondere im Hinblick auf die IT-Sicherheit und die Datensicherheit sei eine Vereinheitlichung und Zentralisierung dringend geboten. „Mehr als 700 im Land verstreute Serverräume mit 1.870 Serversystemen können nicht effizient sein. Wir werden deshalb die Hardware und die Software schrittweise in das Thüringer Landesrechenzentrum (TLRZ) am Standort Erfurt überführen und standardisieren“, sagte Dr. Schubert dazu.

Aktionsplan 2016

In der gleichen Sitzung hat das Kabinett den Aktionsplan 2016 beschlossen. Mit 23 konkreten Maßnahmen in diesem Jahr sollen langfristig die Informationssicherheit gestärkt, die IT standardisiert sowie zentrale Dienste und Infrastrukturen für eine moderne elektronische Verwaltung bereitgestellt werden. So soll beispielsweise im Zuge der aktuellen Umstellung des Landesdatennetzes und der VoIP-Infrastruktur das künftige Dual-Stack-IP-Netz (IPv4/IPv6) die Grundlage für neue eGovernment-Verfahren legen.

Dr. Schubert fordert die Zusammenarbeit von Landesregierung, Verwaltung und Kommunen: „Wichtig ist, dass wir in den kommenden Monaten die Maßnahmen konsequent umsetzen und bei Bedarf nachjustieren. Die Maßnahmen kommen regelmäßig auf den Prüfstand.“ Der Aktionsplan soll jährlich fortgeschrieben werden, um neue Erkenntnisse einzuarbeiten und langfristige Maßnahmen zu begleiten.

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