Auswärtiges Amt mit „Dual-Boot-Hybriden“

OB Ude schwört auf Linux und enthüllt peinliche Migrationsdetails im AA

26.08.2011 | Redakteur: Gerald Viola

20 Prozent der Münchner Rechner bleiben auf Windows

Und so wird bei der Landeshauptstadt München (LHM) weiter das Ziel verfolgt, 80 Prozent der Arbeitsplatzrechner bis Projektende (2013) auf das Betriebssystem Linux umzustellen (LiMux-Arbeitsplatz). Das bedeute, dass etwa 12.000 Benutzerinnen und Benutzer nur ein Betriebssystem und ein Office-System bedienen können müssen. Somit könnten bei rund 12.000 Arbeitsplätzen sowohl die Windows- und Microsoft-Office-Lizenzkosten gespart werden, als auch die betreffenden Anwenderinnen und Anwender nur auf einem System geschult werden.

Christian Ude: „Die im AA notwendigen Kosten für die Entwicklung von Scanner-und Druckertreibern fallen bei der LHM nicht an. Mittlerweile liefern immer mehr Druckerhersteller entsprechende Linux-Treiber. Dies wird bereits im Rahmen der Beschaffung gefordert. Arbeitsplätze mit Spezialhardware, wie sie beispielsweise durch die Vorgaben der Bundesdruckerei für den elektronischen Personalausweis notwendig sind, bleiben auf Windows.“

„Auch Microsoft hat Kompabilitätsprobleme“

Ude zu Problemen: „Die von Ihnen dargestellten Schwierigkeiten, Mal kann man als LiMux-Besitzer andere Anhänge nicht öffnen, mal können Nicht-LiMux-Besitzer die LiMux-Anhänge nicht öffnen oder auch nicht lesen, weil nur Krakelschrift erscheint‘ betreffen Kompatibilitätsprobleme beim Dokumentenaustausch. Kompatibilitätsprobleme treten überall dort auf, wo unterschiedliche Datenformate verwendet werden.

Diese Probleme gibt es auch innerhalb der Microsoft-Office-Familie zwischen den einzelnen Versionen, wie auch die LHM in den Jahren vor LiMux (beispielsweise beim Wechsel von Word6 auf Microsoft-Office97) immer wieder feststellen musste. Noch dazu unterscheidet sich das Dokumentenformat von Microsoft-Office 2000 noch wesentlich weiter von dem der Version 2010, als das bei Word6 und Office97 der Fall war.

Das bedeutet, dass auch ein Wechsel auf die neue Microsoft-Office-Version 2010 die Kompatibilitätsprobleme nicht beseitigen würde. Stattdessen hätte die LHM einen hohen Umschulungsaufwand für alle 15.000 Office-Benutzerinnen und -benutzer, da sich die Benutzeroberfläche von Microsoft-Office 2010 erheblich von der von Office 2000 unterscheidet.“

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Ein wesentlicher Gesichtspunkt wird hier nicht dargestellt: Will man sich von einem...  lesen
posted am 20.10.2011 um 18:00 von Unregistriert

die Argumentation der LHM ist vollkommen richtig! Der Freistaat Bayern arbeitet heute noch mit...  lesen
posted am 28.08.2011 um 10:47 von Unregistriert

Das Mindeste, das man von einem Politiker in der Position erwarten darf, ist, ein paar Sätze...  lesen
posted am 26.08.2011 um 19:45 von Unregistriert

Respekt - Ude ist ja richtig kompetent. Das sind die ersten mir bekannten qualifizierten und...  lesen
posted am 26.08.2011 um 09:31 von Unregistriert


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