Modellrechnungen allein helfen nicht weiter
Server-Virtualisierung zwischen Soll und Haben
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IT-Services sollten nach Maß und dynamisch zugewiesen werden. Das gebietet die Wirtschaftlichkeit des IT-Ressourcen-Einsatzes. Zudem fordern optimierte Verwaltungsprozessketten, die sich aus mehreren Applikationen und Fachverfahren zusammensetzen, der Behörden-IT mehr Flexibilität und Dynamik bei der Zuweisung von IT-Leistungen ab. Auch mit Blick auf den Klimawandel empfiehlt es sich, sparsamer mit dem Verbrauch von IT-Ressourcen umzugehen und dadurch den CO2-Ausstoß zu drosseln. Die Maßnahme, dies alles zu erreichen: die Server, genauer gesagt ihre Kapazitäten, zu virtualisieren.
Peter Arbitter, Leiter Portfolio- und Technologie-Management bei Siemens IT Solutions and Services, warnt aber vor Milchmädchen-Rechnungen. „Nicht alle installierten Server sind virtualisierungsfähig. Außerdem läuft nicht jede Virtualisierungssoftware auf jedem Betriebssystem respektive jeder Betriebssystemversion.“ Virtualisierungsprogramme wie VMWare und
Der erste Programmdurchlauf konzentriert sich auf die bestehende Installation und ermittelt die möglichen Optimierungspotenziale. Der zweite Durchlauf geht der Frage nach, inwieweit das Kosten-/Leistungsbild durch gezielte Investitionen in Server und flankierende Geräte verbessert werden kann. „Nur eine konkrete Betrachtung des Server-Parks hilft weiter“, bestätigt Wolfgang Möller, Senior Consultant bei Logica. Er entwirft zwei Szenarien, innerhalb derer sich die Virtualisierung von Servern für die Behörden-RZ lohnt. „Das erste Szenario: Die eingesetzten Betriebssysteme und Betriebssystemversionen sind zu einem erheblichen Grad virtualisierungsfähig.“ Innerhalb stark heterogener Server-Installationen sei dieser Grad in der Regel schwer erreichbar. Das zweite Szenario: Ein Großteil der Server bewegt sich nah am Abschreibungsende, das bei fünf Jahren liegt. Der Virtualisierungsspezialist spricht dann von der Idealkonstellation „einer grünen Wiese“. Für den Fall, dass die Server in Etappen angeschafft wurden, empfiehlt er, für die Virtualisierung notwendige Hardware-Neuanschaffungen ebenso stufenweise zu tätigen. „Auch sollten, sofern notwendig, die Anschaffungskosten für flankierende Geräte für Power & Cooling und die Lizenzkosten für die Virtualisierungs-Software bei der Ausrechnung nicht fehlen“, so Möller – ebenso wenig die Projektkosten, einschließlich der Zusatzmaßnahmen für Hochverfügbarkeit. „Gegebenenfalls ist geplant, die Server-Installation inklusive Power & Cooling im Sinne eines Kreislaufs von der Konsole aus zu überwachen, um bei Bedarf schnell regelnd eingreifen zu können“, ergänzt er. Für ihn steht außer Frage: „Sämtliche Investitionen/Kosten auf der einen Seite und erreichbare Einsparungen auf der anderen Seite sollten realistisch durchkalkuliert werden.“ Er warnt davor, nur auf die Kosten zu schauen. „Auch die Optimierungen, die über Virtualisierung erreicht werden, sind buchstäblich Geld wert“, gibt er zu bedenken. Und, wie er hinzufügt: „Ohne die Speichereinheiten einzubinden, ist keine Virtualisierung im vernünftigen Stil möglich.“
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