Flüchtlingshilfe von A bis Z

Studenten bündeln Infos für Flüchtlinge

| Autor: Manfred Klein

Alle Dienstleistungen auf einen Blick und in vielen verschiedenen Sprachen
Alle Dienstleistungen auf einen Blick und in vielen verschiedenen Sprachen (Bild: Integreat)

Die Hilfsbereitschaft ist groß: Viele Deutsche heißen die Asyl­suchenden willkommen. 15 Studierende aus München und Augsburg haben sich zusammengetan und die App Integreat programmiert. Die Plattform ist breit angelegt und sie hilft direkt, da sie die verschiedenen Angebote bündelt.

Fast jeder dürfte jemanden kennen, der sich für Menschen mit Flucht- oder Migrationshintergrund engagiert – oder gleich selbst hilft.

So war es auch bei dem Studenten Daniel Kehne: Er engagiert sich beim Verein „Tür an Tür“ in Augsburg und hatte vor knapp einem Jahr zusammen mit der Stadt Augsburg die Idee, eine App zu programmieren, welche die vorhandenen kommunalen Angebote für Flüchtlinge auf einer Plattform bündelt (s. Interview). Der Name Integreat ist Programm: Langfristig soll ein regelrechtes digitales Service-Ökosystem entstehen, das Menschen aus anderen Kulturen bei der Orientierung und Einbindung hilft.

Eine Lösung für alle

„Die Lösung muss gesamtheitlich gedacht werden“, sagt Daniel Kehne, „und nachhaltigen Nutzen schaffen“. Er beobachtet genau, welche Angebote es in Deutschland und anderen Ländern gibt. „Wir müssen das Rad nicht neu erfinden. Wenn es geht, bieten wir unsere Hilfe an – oder arbeiten mit anderen Initiativen zusammen.“

So war es auch im oberbayerischen Bad Tölz: Die dortigen Helfer waren mit ihren Ideen für eine App schon recht weit, als Integreat dazustieß. Gemeinsam konnten die Helfer nun deutlich schneller ein Angebot auf die Beine stellen, das optimal und unproblematisch hilft. Angebote für Deutschkurse werden in der App ebenso gebündelt wie die wichtigsten Fragen zum Asylrecht oder auch die Kurse von Sportvereinen.

Eine Zusammenarbeit wie in Bad Tölz bietet einen weiteren Vorteil: „Integreat verbessert sich kontinuierlich“, sagt Daniel Kehne. Und mit diesem ständigen Blick über den Tellerrand gelinge das am besten. „Mit unseren Partnern aus den Asylberatungen arbeiten wir daher praxisnah und effektiv an Integrationsthemen“, Daniel Kehne weiter.

Kommunen und Partner willkommen

Und der frischgeborene Startup-Unternehmer Daniel Kehne und seine Kollegen haben – was die Entwicklung der App betrifft – schon klare Vorstellungen: „Wir können heute noch gar nicht sagen, was in einigen Monaten vielleicht an weiteren Dienstleistungen und Services nötig sein wird. Deswegen – und weil wir nahezu täglich Anfragen von Städten und Landkreisen bekommen – suchen wir weitere Unterstützer, die da ansetzen wollen, wo es wirklich hilft. Besonders den Bezug zum ­Arbeitsmarkt oder Gesellschaftsaktivitäten werden wir in Zukunft noch stärker betonen.“

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posted am 10.02.2016 um 08:29 von Unregistriert


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