IT-Sicherheit
Der elektronische Ausweis wird mobil
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Ab Herbst nächsten Jahres sollen deutsche Bürgerinnen und Bürger über den elektronischen Personalausweis verfügen. Um das neue Dokument auch für eGovernment- oder eCommerce-Anwendungen nutzbar zu machen, müssen die benötigten Daten von Lesegeräten verarbeitet werden können. Mit ihrem Beitritt zum international besetzten NFC-Forum will die Bundesdruckerei ihre Idee, künftig auch Mobiltelefone als komfortable Leseeinheiten zu nutzen, weiter vorantreiben.
Gut eineinhalb Jahre vor Einführung der neuen deutschen ID-Karte sind nicht alle Fragen zur Umsetzung dieses national bedeutsamen Umstellungsprozesses geklärt. Sicher ist jedoch, dass alle biografischen Informationen sowie das Lichtbild des Dokumenteninhabers, die schon heute auf der Vorder- und Rückseite des Personalausweises abzulesen sind, künftig auch in einem zusätzlich integrierten Sicherheits-Chip gespeichert werden. Damit wird nach dem deutschen ePass auch der gute alte „Perso“ zu einem modernen eDokument, das eine solide Brücke zwischen der Off- und Online-Identität seiner Nutzer schlagen soll.
Obgleich die hierfür genutzten Komponenten und Verfahren im Wesentlichen den bereits für den elektronischen Reisepass entwickelten Ansätzen entsprechen, wird das neue Dokument einen gravierenden technologischen Umbruch einleiten. Denn um sich mit dem handlichen Ausweisdokument im ID-1-Scheckkartenformat auch online authentifizieren zu können – zum Beispiel gegenüber Behörden beim eGovernment oder gegenüber privatwirtschaftlichen Dienstleistern beim Online-Shopping oder -Banking – müssen bestehende Infrastrukturen angepasst und komplett neue Schnittstellen zur Datenübertragung aufgebaut werden. Einen wesentlichen Baustein bilden hier moderne Lesegeräte, die auch das kontaktlose Auslesen ISO/IEC 14443-standardisierter ID-Dokumente beherrschen.
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Ihr Manfred Klein
Redaktionsleiter eGovernment Computing










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