Zukunftspfade Digitales Bayern

Demokratische Gestaltung der Informationsgesellschaft

29.05.12 | Redakteur: Manfred Klein

Franz Josef Pschierer präsentiert Diskussionsvorschläge zur weiteren Gestaltung der digitalen Gesellschaft
Franz Josef Pschierer präsentiert Diskussionsvorschläge zur weiteren Gestaltung der digitalen Gesellschaft (Foto: Bayerisches Finanzministerium)

Die vielbeschworene Informationsgesellschaft wird mit jedem Tag konkreter, ebenso wie die Folgen für alle Beteiligten: Bürger, Industrie, Politik und Verwaltung. Immer dringlicher wird daher eine Diskussion über alle Gesellschaftsgruppen hinweg, um zu klären, wie die einzelnen Lebensbereiche demokratisch gestaltet werden können.

Mit der Studie „Zukunftspfade Digitales Bayern“, versucht sich der Freistaat Bayern dieser Aufgabe zu stellen. Die in einer Broschüre versammelten Studienergebnisse präsentieren den Entwicklungsstand in den wichtigsten von der Informa­tionstechnologie geprägten Bereichen. Damit soll eine allen gesellschaftlichen Gruppen zugängliche, einheitliche Informationsbasis zur Verfügung gestellt werden, die es erlaubt, Vorschläge für die Entwicklung der digitalen Gesellschaft zu diskutieren. eGovernment Computing sprach über die Konzeption der Zukunftspfade mit Bayern-CIO Franz Josef Pschierer.

Herr Pschierer, die Studie „Zukunftspfade Digitales Bayern 2020“ heißt im Untertitel „Aufbruch Bayern“. Welche Ziele verfolgen Sie mit der Untersuchung?

Pschierer: Mit der Strategie „Aufbruch Bayern“ gestalten wir die Zukunft Bayerns. Im Rahmen dieser Ini­tiative konzentrieren wir uns auf Kernthemen wie Familie, Bildung, Innovationen, erneuerbare Energie­n und den ländlichen Raum. Im Mittelpunkt des Programms steht der Mensch und die Gesellschaft von morgen.

Und hier setzt auch die Studie „Zukunftspfade Digitales Bayern 2020“ an: Digitale Technologien haben bereits industrielle und wirtschaftliche Prozesse grundlegend verändert. Nun zeichnen sich durch den Einsatz der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) weitreichende Veränderungen in allen anderen Lebensbereichen unserer Gesellschaft ab. Dieser großen und langfristig strukturwandelnden Bedeutung des IKT-Einsatzes und seiner Relevanz für Bayern widmet sich diese Studie.

Basierend auf empirischen Fakten über Bayern werden in relevanten Handlungsfeldern Empfehlungen erarbeitet, die eine zielgerichtete und zukunftsfähige Entwicklung eines Digitalen Bayern ermöglichen sollen.

Die Entwicklung der Informations­gesellschaft ist kein Automatismus, der sich durch den rasanten Fortschritt technologischer Entwicklungen und den einfachen Zugang zu Wissen über die Möglichkeiten des Internets zwangsläufig einstellt. Die richtigen Rahmenbedingungen müssen rechtzeitig definiert und geschaffen werden.

Die zunehmende IKT-Durchdringung aller privaten und beruflichen Lebensbereiche wird Bayern noch deutlicher umformen als bisher. Eine lebensechte digitale Gesellschaft kann es aber nur geben, wenn der Schutz der Persönlichkeit und der persönlichen Daten im gesellschaftlichen, politischen und individuellen Bewusstsein ebenso wie in institutionellen Regelungen nachhaltig verankert ist. Dorthin ist es noch ein weiter Weg.

Hier sehe ich die Studie „Zukunftspfade digitales Bayern 2020“ als einen wichtigen Ansatzpunkt, um gemeinsam mit den verschiedensten Interessengruppen über mögliche Digitalisierungsstrategien zu diskutieren.

Die Studie definiert die Querschnittsbereiche Digitale Infrastruktur, IT-Sicherheit und eGovernment, die mit verschiedenen Handlungsräumen kombiniert werden. Welche Intention wird damit verfolgt?

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