BMI startet neue Initiative

Mehr Schwung für eGovernment

29.03.12 | Redakteur: Manfred Klein

Die vier Säuelen der neuen Strategie sollen Kommunen und Länder einbinden
Die vier Säuelen der neuen Strategie sollen Kommunen und Länder einbinden

Über 11 Millionen Bürger tragen den neuen Personalausweis in der Tasche. Auf der CeBIT wurden die ersten zertifizierten De-Mail Provider vorgestellt. Die Umrisse einer neuen eGovernment-Infrastruktur werden sichtbar. In den Verwaltungen ist man sich der Chancen bewusst. Doch noch fühlen sich die Entscheider schlecht informiert.

Kein Zweifel, der neue Personalausweis und De-Mail haben ein enormes Potenzial, um eGovernment voranzubringen.

So hält die auf der CeBIT von Steria Mummert Consulting vorgestellte Studie „eGovernment mit dem neuen Personalausweis“ fest: „Der neue Personalausweis wird als Motor für das Thema eGovernment angesehen. 90 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass mit dem neuen Personalausweis mehr Leistungen als bisher elektronisch angeboten werden können. Diese Erwartung wird einstimmig von allen Landes- und Bundesbehörden geäußert, auf kommunaler Ebene besteht mit einem Anteil von 88 Prozent noch etwas Zurückhaltung“

Die Untersuchung, die den Kenntnisstand zum Personalausweis in den deutschen Verwaltungen abfragt, brachte aber auch eine ganze Reihe von Problemen zum Vorschein, die den Erfolg des nPA in Frage stellen könnten.

Die Autoren beschreiben drei zentrale Problemfelder:

Die Entscheider sind mit den neuen Funktionen des Personalausweises in der Theorie vertraut, deutliche Defizite zeigen sich in der praktischen Anwendung. Der neue Personalausweis ist im Alltag der Öffentlichen Verwaltung angekommen, die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Multifunktionskarte sind bekannt. Trotz zahlreicher Informationsangebote ist der Wissensbedarf zur technologischen Innovation jedoch noch groß. Hier zeigt sich, dass vor allem noch Informationen aus der Praxis fehlen. Dabei besteht vorrangig Informationsbedarf zu Verfahrensumstellungen sowie den konkreten Einsatzmöglichkeiten.

Zwar wird der neue Personalausweis als Motor für das Thema eGovernment gesehen, den Entscheidern fällt die Bewertung des Potenzials dennoch schwer. Die Vorteile beim Einsatz des neuen Personalausweises werden von den befragten Entscheidern anerkannt. Dabei werden vor allem Chancen gesehen, zukünftig mehr Leistungen als bisher auf elektronischem Weg anzubieten. Dennoch fällt es den Befragten schwer, das zukünftige Potenzial der Online-Ausweisfunktion abschließend zu beurteilen. Das Meinungsbild teilt sich in ein breites Spektrum von überhaupt kein bis sehr großes Potenzial.

Es besteht ein klares Bekenntnis zu weiteren Anwendungen in der Verwaltung, die Umsetzung stellt die Entscheider jedoch vor große Herausforderungen. Die Entscheider sind sich über die konkreten Einsatzmöglichkeiten des neuen Personalausweises in der Öffentlichen Verwaltung im Klaren und möchten zukünftig mehrheitlich eine eigene Anwendung anbieten. Es gibt aber noch viel zu tun: Unklare Schriftformerfordernisse, die problematische Finanzierung, organisatorische Herausforderungen und die Identifikation der Fachverfahren hemmen die reibungslose Umsetzung.

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