Der IT-Kuchen wird (neu) verteilt

IT-Dienstleister Dataport ist auf dem Weg nach Süden

26.03.12 | Redakteur: Manfred Klein

Jörg Felgner, CIO von Sachsen-Anhalt, sieht zu IT-Kooperationen keine Alternative (Foto: Finanzministerium Sachsen-Anahlt)
Jörg Felgner, CIO von Sachsen-Anhalt, sieht zu IT-Kooperationen keine Alternative (Foto: Finanzministerium Sachsen-Anahlt)

Die Landschaft der IT-Dienstleister ist erneut in Bewegung geraten. Dataport und Sachsen-Anhalt prüfen eine mögliche Kooperation. Derzeit deutet alles darauf hin, dass die Verhandlungen erfolgreich sein werden. Auf der CeBIT wurden bereits erste Stimmen laut, dem zunehmenden Gewicht der Nordländer entgegenzutreten. Ein ähnlicher Verbund im Süden der Republik sei sinnvoll.

Anzeichen für eine solche Entwicklung gibt es bereits. So arbeiten das Saarland und seine Nachbarn bereits in vielen Fachverfahren eng zusammen:

  • mit Rheinland-Pfalz in den Bereichen Steuer-IT, Rechenzentrum, Datennetze und Polizei,
  • mit Baden-Württemberg in den Bereichen Personalmanagement, BAFöG und Beihilfe,
  • mit Hessen bei der Abwicklung der Steuer-IT und beim Betrieb eines Rechenzentrums sowie
  • mit Thüringen bei der Abwicklung des Haushaltsmanagements.

Aber egal, wer mit wem kooperiert, die Gründe für eine Zusammenarbeit gleichen sich. Jörg Felgner, CIO von Sachsen-Anhalt: „Hintergrund sind zum einen die demografische Entwicklung im Öffentlichen Dienst und zum anderen die mittel- und langfristigen Bemühungen zur Konsolidierung des Landeshaushalts, verbunden mit einer kostenbewussten Erledigung der IKT-Aufgaben. Für eine effektive Aufgabenerledigung mit dem Ziel der Schaffung wirtschaftlicher Synergien ist perspektivisch betrachtet eine Zusammenarbeit mit anderen Bundesländern und deren Rechenzentren ein aus meiner Sicht unumgänglicher Prozess.“

Es werde daher künftig weniger staatliche Rechenzentren geben. Bereits heute sei erkennbar, dass viele Länder mit ihren landeseigenen Rechenzentren die Aufgaben mittel- bis langfristig nicht mehr oder nur schwer allein bewältigen können. Und die Privatisierung der Rechenzentren sei aufgrund der spezifischen Anforderungen der Verwaltung nur eingeschränkt, in vielen Bereichen gar nicht möglich.

Auslöser hierfür seien – neben den bereits genannten demografischen und haushaltspolitischen Gründen – die zunehmend kompxer werdenen IT-Anforderungen an das Land Sachsen-Anhalt.

Felgner weiter: „Das Land Sachsen-Anhalt ist bestrebt, diese Entwicklungen frühzeitig aufzugreifen und einer optimalen Lösung zuzuführen. Für eine effektive Aufgabenerledigung mit dem Ziel der Schaffung wirtschaftlicher Synergien ist daher perspektivisch betrachtet eine Zusammenarbeit mit anderen Ländern und deren Rechenzentren ein aus meiner Sicht unumgänglicher und erforderlicher Prozess.“

Inhalt des Artikels:

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Die von Herrn Felgner aufgeführten Gründe wie die demographische Entwicklung sind Folge des PEK...  lesen
posted am 12.04.2012 um 12:13 von Unregistriert

Das Finanzministerium in Sachsen-Anhalt beantwortet Ihre Frage so: Im Landesrechenzentrum werden...  lesen
posted am 02.04.2012 um 18:36 von mk

Es ist nur Schade, dass den Beschäftigten in Halle erst große Versprechungen gemacht wurden. Dabei...  lesen
posted am 01.04.2012 um 20:44 von Unregistriert

Na ja, die öffentliche Verwaltung verarbeitet Daten in den Bereichen Steuerverwaltung,...  lesen
posted am 29.03.2012 um 17:19 von Unregistriert

Es ist schön, dass diese Problematik politisch positiv gesehen wird. Nur werden die Probleme und...  lesen
posted am 27.03.2012 um 12:26 von Unregistriert


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