Studie Digitales Österreich

Politiker sind noch nicht im eGovernment angekommen

| Autor: Manfred Klein

TNS veröffentlicht Studie zur Digitalisierung in Österreich
TNS veröffentlicht Studie zur Digitalisierung in Österreich (Bild: drik – fotolia.com)

Auch beim eGovernment-Europameister Österreich wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Die Bürger des Landes wünschen sich von ihren politischen Vertretern mehr und bessere Informationsangebote im Internet und entsprechende ePartizipationsangebote, so das Ergebnis einer Studie von TNS Infratest.

Dazu die Autoren der Studie: „Über 84 Prozent der Bevölkerung in Österreich sind online (mehr als in vielen anderen europäischen Ländern) und wollen via Internet mehr Information, mehr Partizipation und vor allem auch mehr persönliche Involvierung politischer Repräsentanten.“

Die Lücke zwischen Erwartungshaltung und Erfüllung zeige sich besonders beim Thema der interaktiven Feedback-Möglichkeiten und dem persönlichen Engagement der politischen Führungspersönlichkeiten.

Das sind die Kernergebnisse einer exklusiven, repräsentativen Umfrage unter mehr als 1.000 Österreicherinnen und Österreichern, die im Juli dieses Jahres von TNS Infratest MediaResearch für das gerade erschienene Buch „Die neue Macht der Öffentlichkeit – Der Kampf um die Meinungsmacht in Österreich“ durchgeführt wurde.

Die Herausgeber des Buches, Rudi Klausnitzer, Marcin Kotlowski und Markus Pöllhuber kommentieren dieses Ergebnis: „Es ist einerseits ein Weckruf an die politischen Parteien und Repräsentanten in Österreich, der zeigt, dass durchaus ein Interesse der Bevölkerung an mehr und intensiverer politischer Kommunikation besteht. Anderseits zeigt es eben auch die Chancen auf, wie man noch besser auch an jüngere Zielgruppen herankommen könnte, um ihnen Hilfestellung bei Politikverständnis und Meinungsbildung zu liefern.“

Die wesentlichen Ergebnisse der Studie:

» In Österreich nutzen über 84 Prozent der Bevölkerung das Internet, fast 2/3 sind auch mobil im Netz unterwegs.

» Facebook ist mit Abstand der beliebteste digitale Kanal. Twitter u.a. fristen eher noch ein Schattendasein.

» Mit der Internet-Informationspolitik von Parteien und Politikern sind nur 31 Prozent zufrieden.

Vor allem Jüngere wünschen sich, von Parteien stärker über das Internet informiert zu werden und fordern mehr Involvierung von Polit-Repräsentanten im Netz.

» Die Erwartungen der Onliner an den Auftritt der Parteien und Politiker im Netz sind sehr hoch. Zwischen Wunsch und Wirklichkeit existiert eine große Kluft über alle Altersklassen hinweg.

Weitere Studienergebnisse.

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