Europäisches Datenportal

Open-Data-Strategien oft nicht abgestimmt

| Autor: Manfred Klein

(Bild: duncanandison – Fotolia.com)

Das Open-Data-Portal der EU hat die ersten Bewährungsproben erfolgreich hinter sich gebracht. Die Kernkomponenten des Portals wurden in Deutschland bei Fraunhofer Fokus entwickelt. Wie geht es nun weiter? eGovernment Computing hat sich erkundigt.

Wir haben dazu mit Dr. Matthias Flügge, Leiter Digital Public Services, Fraunhofer Institut für Offene Kommunikationssysteme (Fokus) gesprochen.

Vor kurzem ist das „Europäische Datenportal“ online gegangen. An wen richtet sich das Angebot, und welche Daten stellt es bereit?

Flügge: Das Europäische Datenportal ist der zentrale Einstiegspunkt für die Suche nach Daten des öffentlichen Sektors in der EU. Dabei handelt es sich überwiegend um offene Daten, die in maschinenlesbarer Form und unter freien Lizenzen bereitgestellt werden. Perspektivisch sollen auf dem Europäischen Datenportal nicht nur Offene Daten der EU 28, sondern von bis zu 39 Ländern verzeichnet werden, also auch von Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums und von Beitrittskandidaten.

Die Zielgruppe ist breit: Von interessierten Bürgern über Datenjournalisten bis hin zu Software-Entwicklern, die neue Apps mit den offenen Daten realisieren möchten. Das Portal selber beherbergt ausschließlich Metadaten – es ist ein Katalog, mit dem sich offene Daten europaweit nach einheitlichen Kriterien finden lassen. Die Daten selber liegen dann in der Regel beim Datenbereitsteller. Aktuell sind mehr als eine Viertelmillion Datensätze auf dem Portal verzeichnet. Dabei sind noch längst nicht alle Quellen „angezapft“.

Reichen nicht die vorhandenen nationalen Datenportale?

Flügge: Im rein nationalen Kontext sicherlich. Das Vorhaben ist jedoch ein Baustein der EU-Initiative für den sogenannten „digital single market“, mit dem 28 nationale Märkte mittels digitaler Technologien zu einem einzigen Markt zusammengeführt werden sollen.

Ein Beispiel: Wenn Sie offene Umweltdaten verschiedener EU-Länder vergleichen wollen, dann möchten Sie nicht 28 verschiedene Datenportale abklappern, sondern die Infos möglichst an einer Stelle erhalten.

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