eGovernment-Initiative

nPA: Ein Gewinn für Sachsens Verwaltungen und Behörden

| Redakteur: Manfred Klein

Stanislaw Tillich, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, am Bürgerterminal
Stanislaw Tillich, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, am Bürgerterminal (Foto: Oliver Killig)

Die eGovernment-Initiative des Bundesinnenministeriums zur Förderung von nPA und De-Mail unterstützt inzwischen eine ganze Reihe von Modellprojekten in ganz Deutschland. Einige der interessantesten Best-Practice-Beispiele kommen aus dem Freistaat Sachsen. Der demografische Wandel treibt eGovernment im Lande an.

So ist denn auch eines der wichtigsten Projekte das Bürgerterminal, das – in Kombination mit dem neuen Personalausweis – eine Versorgung der Bevölkerung auch in dünnbesiedelten Regionen mit Leistungen der Öffentlichen Verwaltungen sicherstellen soll.

Zur Zielsetzung des Projektes heißt es aus Sachsen: „Mit dem Bürgerterminal (BT) wird ein weiterer Zugangskanal für den Bürger zur Verwaltung bereitgestellt. Zur Identifizierung des Bürgers soll neben den ‚klassischen‘ Verfahren des Vorzeigens oder Einscannens des Personalausweises auch die Online-Ausweisfunktion (eID) zum Einsatz kommen. Das Bürgerterminal ist hierfür mit einem Kartenleser inklusive PIN-Pad und Display ausgestattet.“

Die Umsetzung plant das Sächsische Staatsministerium der Justiz und für Europa in Kooperation mit der Kommunalen Informationsverarbeitung Sachsen (KISA) durchzuführen. Die Lösung soll nach Abschluss der Implentierung allen sächsischen Behörden zur Verfügung stehen.

Das Bürgerterminal selbst ist jedoch nur ein Teil eines sehr viel größeren Projektes. Dazu heißt es vonseiten des Sächsischen Justizministeriums zum Projekt: „Im Projekt ‚Mobile Bürgerservices und Bürgerterminals als Bestandteil moderner Bürgerdienste im ländlichen Raum' wird mit elf kommunalen Vertretern aus Städten, Gemeinden und Landkreisen der Nutzen mobiler Bürgerservices mit verschiedenen Anwendungsszenarien in der Praxis erprobt. Eine Umsetzungsvariante davon ist das Bürgerterminal, das an verschiedenen, publikumsnahen Orten innerhalb einer Region aufgestellt wird.“

Die Mehrwerte des B­ürgerterminals

Dieses soll es den Bürgern künftig ermöglichen, über eine Videokonferenz mit den Sachbearbeitern der zuständigen Verwaltung in Kontakt zu treten.

Für die Bearbeitung von Bürgeranfragen und perspektivisch auch zur Bearbeitung von Verwaltungsverfahren ist das Bürgerterminal neben einem Drucker und einem Scanner mit einem Kartenlesegerät ausgestattet. Dieses Kartenlesegerät soll zur eindeutigen Identifizierung des Bürgers über die eID-Funktion des neuen Personalausweises eingesetzt werden.

Aus Sicht des Sächsischen Staatsministeriums der Justiz und für Europa ergeben sich durch das Bürgerterminal folgende Mehrwerte: „Durch die Bereitstellung einer zentralen technischen Komponente mit einem integrierten ‚Temporären Bürgerkonto' können unter anderem benötigte Berechtigungszertifikate zentral beschafft und genutzt werden.“

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