OB Ude will Microsoft-Office-Monopol in der EU verhindern

Neelie Kroes soll sich für duale Formate einsetzen

05.12.2011 | Redakteur: Gerald Viola

OB Ude: Öffentliches Wissen öffentlich zugänglich
OB Ude: Öffentliches Wissen öffentlich zugänglich

„Die Vielfalt der Dokumentenformate von Office-Paketen erschwert die Kommunikation zwischen Behörden und gefährdet die langfristige Lesbarkeit von Unterlagen. Offene Standards und freie, quelloffene Software schaffen hier Abhilfe“, sagt der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude und bittet im Vorfeld zum Nationalen IT-Gipfel die EU-Kommissarin für die Digitale Agenda, Neelie Kroes, sich für entsprechende EU-weite Regelungen einzusetzen.

Ude, der auch Präsident des Deutschen Städtetages ist: „Die ausschließliche Nutzung von ,Offenen Standards’ ermöglicht es den Mitarbeitern in Einrichtungen der öffentlichen Hand, Daten unabhängig von der erstellenden Software für die Zukunft zu sichern und auszutauschen.“

Eine europaweite Verpflichtung zum Gebrauch dieser Standards würde die Zusammenarbeit von Behörden in Europa erheblich vereinfachen und damit zur Arbeitserleichterung sowie zu Kosteneinsparungen beitragen. Hingegen seien die Aufforderungen einzelner EU-Behörden zur ausschließlichen Nutzung von Microsoft-Office-Versionen hinderlich für eine reibungslose Zusammenarbeit zwischen den Behörden.

Ude regt an, dass sich Kroes gemeinsam mit EU-Kommissar Joaquin Almunia für den Einsatz ,Freier und quelloffener Software’ in öffentlichen Einrichtungen stark macht, „damit öffentliches Wissen auch zukünftig öffentlich zugänglich bleibt“.

Der Einsatz ,Freier und quelloffener Software’ ermögliche es, eine innovative und sichere IT-Infrastruktur zu installieren, um nachhaltig Zugriff auf alle/viele IT-Anwendungen zu haben.

Für die konkrete Arbeit in den EU-Projekten an der Basis sind nach Ansicht des Münchner OB zwei konkreter Maßnahmen erforderlich:

  • Es ist wünschenswert, dass alle Dokumentvorlagen sowohl in MSOffice- Formaten als auch in Open-Dokument-Formaten angeboten werden.
  • Es sollen alle Präsentationsnotebooks im Bereich der EU-Organisationen und Netzwerke beziehungsweise der EU-Projekte alternativ zu MS-Office auch mit OpenOffice beziehungsweise LibreOffice ausgestattet werden.

Natürlich vergisst Christian Ude nicht, für LiMux zu trommeln: „Wir als Landeshauptstadt München gehen bereits diesen Weg und werden in 2013 unsere gesamte IT-Infrastruktur, Anwendungen und Büro-Kommunikation auf ,Offene Standards’ und ,Freie und quelloffene Software’ umgestellt haben.“

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