Oberösterreich regelt Scheduling auf dezentralen Systemen

Moderne Verknüpfung von Mainframe mit offener Serverwelt

| Autor / Redakteur: Frank Zscheile / Susanne Ehneß

Thomas Greifeneder, Peter Breitenberger, Walter Osterkorn (v. l.) von der IT-Abteilung des Landes Oberösterreich
Thomas Greifeneder, Peter Breitenberger, Walter Osterkorn (v. l.) von der IT-Abteilung des Landes Oberösterreich (Bild: Beta Systems)

Die Abteilung Informationstechnologie des Landes Oberösterreich ist – als traditioneller Host-Anwender – vor einiger Zeit dazu übergegangen, dezentrale Anwendungen vom Mainframe aus zu steuern. In den Rechenzentren großer Behörden kommen schon seit längerem immer mehr Fachanwendungen zum Einsatz, die auf Windows, Linux oder Unix laufen.

Peter Breitenberger, Leiter des Referats „Großrechenanlage und Rechenzentrumsbetrieb“ in der Abteilung IT beim Land Oberösterreich, arbeitet seit 25 Jahren in der Linzer Verwaltung. Seit 1995 ist er zuständig für Systemprogrammierung im Host-Umfeld. Die IT-Experten in Linz haben also lange Jahre Erfahrung im Host-Umfeld.

Für das automatisierte Scheduling von z/OS-Jobs setzen sie seit 1998 das IBM-Produkt „Tivoli Workload Scheduler (TWS)“ ein. Walter Osterkorn ist in der IT-Abteilung für IBM-Produkte wie TWS und RACF zuständig. „Wir haben im Bereich des Scheduling längere Zeit mit verschiedenen Lösungen experimentiert“, erzählt er. „Seit vier Jahren nun decken wir das Thema ganzheitlich mit ‚Beta 92 EJM‘ ab.“

Abkehr von der Insel

Wie kam es dazu? Parallel zu Steuerung der Host-Jobs gab es in Linz früher verschiedenste Insellösungen für das Anstoßen von Jobs auf anderen Plattformen: SAP und SQL-Datenbanken – dort fand das Scheduling jeweils autark mit eigenen Lösungen statt – sowie diverse Linux-Server, deren Aufgaben über Cron verwaltet wurden.

„Wir hätten zwar weiterhin mit diesen verteilten Lösungen arbeiten können“, sagt Peter Breitenberger, „wollten aber auf ein zentrales Tool wechseln, das wir mit dem TWS verbinden können.“

Noch ausschlaggebender für den Wechsel waren die bestehenden Abhängigkeiten zwischen den verschiedenen Datenformen: Die SAP-Server laufen auf Windows, die Datenbank aber auf dem Host. War die Datenbank früher kurze Zeit für Sicherungen offline, liefen SAP-Jobs des öfteren ins Leere.

Ebenfalls mit Unsicherheiten behaftet durch das Nebeneinander der Plattformen war der File-Transfer. Hierbei werden Daten intern zwischen Landesbehörden oder auch mit externen Stellen wie Versicherungen oder Banken ausgetauscht. Dafür mussten stets verschiedene Plattformschritte durchlaufen werden.

Mehr Kontrolle bei Fehlern

Blieb dort irgendein Job hängen, war der Fehler nie wirklich kontrollierbar, weil der erste Job auf einer anderen Plattform lief als sein Nachfolger. Die Administratoren mussten immer wieder den Telefonhörer in die Hand nehmen und die Kollegen befragen, ob das Problem eventuell bei ihnen liegt. Schon die kurze zeitliche Verschiebung eines Transfer-Jobs konnte sich zum Problem auswachsen, wenn dessen Vorgänger nicht an die Verschiebung angepasst wurde, weil dann sofort Daten fehlten. Diese kamen dadurch verspätet bei der Gegenstelle an.

Die Abteilung IT wollte deshalb die bisherige heterogene Jobsteuerung auf den verschiedenen Plattformen in einer einheitlichen Lösung zusammenführen und Aufgaben zentral vom Host aus anstoßen und kontrollieren. „Beta 92 EJM“ von Beta Systems war das geeignete Produkt dafür. „Mit Beta EJM sehen wir in der Arbeitsvorbereitung heute die komplette Job-Kette vor uns und können im Fehlerfall sofort die betreffende Stelle identifizieren“, sagt Walter Osterkorn.

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