Keymile: höhere Datensicherheit im Fokus

Mission-Critical-Netze: die Top-4-Trends 2016

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Das IT-Sicherheitsgesetz verpflichtet die Betreiber kritischer Infrastrukturen, ihre Netze effizienter vor Cyber-Angriffen zu schützen.
Das IT-Sicherheitsgesetz verpflichtet die Betreiber kritischer Infrastrukturen, ihre Netze effizienter vor Cyber-Angriffen zu schützen. (Bild: fotohansel – Fotolia.com)

Die Umsetzung des IT-Sicherheitsgesetzes, eine Modernisierung der SDH-Netze, der Umstieg auf Ethernet/IP und eine höhere Effizienz bei Netzüberwachung und Steuerung werden Keymile zufolge beim Einsatz von Mission-Critical-Kommunikationsnetzen im Mittelpunkt stehen.

Für die Mission-Critical-Kommunikationsnetze von Energieversorgern, Eisenbahnen, Öl-und Gas-Pipeline-Betreibern und von Behörden steht in nächster Zeit eine Reihe von Herausforderungen an. Nachdem viele Hersteller ihre SDH-Komponenten abgekündigt haben, ist klar, dass sich der Lebenszyklus von SDH-Netzen in einigen Jahren dem Ende zuneigt. Vor allem bei neuen Anwendungen setzen die Betreiber immer häufiger auf paketbasierte Netze.

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25.01.16 - Betreiber kritischer Infrastrukturen, kurz KRITIS, müssen ihre Netze besser schützen und Angriffe zwingend melden. So will es das IT-Sicherheitsgesetz. Doch für wen gilt das Gesetz genau und welche Vorfälle sind meldepflichtig? Immo Eitel, Fachbereichsleiter KRITIS beim Bundesfachverband der IT-Sachverständigen und -Gutachter (BISG), sprach mit dem Online-Portal .Security-Insider.de. lesen

Bei vielen existiert bereits zusätzlich zum SDH-Netz ein Ethernet/IP-basiertes Netz. Neu auf der Agenda der Netzbetreiber sind vielfältige und umfangreiche Anforderungen, die sich aus dem seit Sommer 2015 geltenden IT-Sicherheitsgesetz ergeben. Keymile hat die wichtigsten Trends in vier Punkten zusammengefasst.

1. IT-Sicherheitsgesetz umsetzen

Aufgrund des neuen IT-Sicherheitsgesetzes vom Juli 2015 sind die Betreiber kritischer Infrastrukturen verpflichtet, ihre Netze effizienter vor Cyber-Angriffen zu schützen. Das heißt, sie müssen ihre IT-Sicherheitsmaßnahmen auf den „aktuellen Stand der Technik“ bringen.

Da die Ausführungsbestimmungen noch fehlen, ist bislang unklar, was der Gesetzgeber im Einzelnen darunter versteht. Unternehmen benötigen für dieses Umfeld ein umfassendes IT-Sicherheitskonzept, das die Gewährleistung der Integrität, Ausfallsicherheit und Verfügbarkeit der Netze beinhaltet. Gefordert ist dabei die Umsetzung von Anforderungen wie Authentifizierung, Autorisierung, Angriffserkennung und vor allem eine verschlüsselte Datenübertragung.

2. Noch vorhandene SDH-Netze modernisieren

In den Mission-Critical-Kommunikationsnetzen von Eisenbahnen und Versorgungsunternehmen wird bis heute überwiegend langjährig bewährte SDH-Technik eingesetzt. Typische Einsatzszenarien sind die Anbindung von Achszählern, die Stellwerkvernetzung oder die Leitungsüberwachung. Steht eine Modernisierung an, müssen die Netzbetreiber eine wichtige Entscheidung treffen, denn ihre bestehenden SDH-Systeme werden aller Voraussicht nach nicht mehr weiterentwickelt und unterstützt.

Die erste Variante besteht darin, auf Ethernet/IP zu migrieren. Wer dies nicht will, dem bleibt die zweite Variante: Der Einsatz einer hybriden Multi-Service-Zugangs- und Transport-Plattform, mit der Betreiber aus einem einzelnen System ihre SDH-Dienste zusammen mit paketorientierten Diensten bereitstellen und schrittweise in Richtung Ethernet/IP migrieren können.

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