Cyber-Gefahren im Jahr 2015

McAfee prognostiziert Verschärfung der Bedrohungslage

| Autor: Ira Zahorsky

Das kommende Jahr wird eine erhebliche Verschärfung der Bedrohungslage im IT-Sicherheitsbereich mit sich bringen.
Das kommende Jahr wird eine erhebliche Verschärfung der Bedrohungslage im IT-Sicherheitsbereich mit sich bringen. (© frank peters - Fotolia.com)

McAfee, ein Geschäftsbereich von Intel Security, gibt im „November 2014 Threats Report“ einen Ausblick auf die größten Sicherheitsrisiken, mit denen sich Unternehmen und private Nutzer im Jahr 2015 konfrontiert sehen werden. Cyber-Krieg, Internet der Dinge und Datenschutz in der Cloud sind nur einige wichtige Themen.

Internetspionage, Angriffe auf internetfähige und Mobilgeräte sowie Schwachstellen in Software-Anwendungen sind Problematiken, die sich McAfee zufolge im kommenden Jahr noch verstärken werden.

Im Folgenden finden Sie die neun größten Cyber-Gefahren. In der Bildergalerie folgen detailliertere Erläuterungen.

  • 1. Verstärkter Einsatz von Cyber-Kriegsführung und Spionagetaktiken: Erfahrene Akteure gehen gezielter vor, um an verwertbare Informationen zu gelangen. Zudem treten Neulinge auf den Plan, die sensible Informationen stehlen und ihren Gegnern schaden wollen.
  • 2. Mehr Angriffe auf das Internet der Dinge (IoT): Die Verbreitung von IoT-Komponenten bringt neue Herausforderungen in Bezug auf die Sicherheit und den Schutz der Privatsphäre mit sich, vor allem, wenn Sicherheitskontrollen nicht von Anfang in diese Systeme integriert werden. Daher sind die ersten größeren Angriffe auf IoT-Infrastrukturen zu erwarten.
  • 3. Die Datenschutz-Debatte wird intensiver: Regierungen und Unternehmen diskutieren weiter über den fairen und autorisierten Zugang zu „personenbezogenen Daten“. Eine allgemein gültige Definition dieses Begriffs existiert noch nicht.
  • 4. Ransomware erobert die Cloud: Ransomware, also Schadsoftware, die Daten verschlüsselt und den Nutzer nötigt, einen „Entschlüsselungscode“ zu kaufen, ist weiter auf dem Vormarsch. Cyber-Kriminelle werden Ransomware mit noch stärkeren Verschlüsselungsverfahren ausstatten und neue Zielgruppen ins Visier nehmen.
  • 5. Neue mobile Angriffsflächen und -fähigkeiten: Wenn neue mobile Technologien die Angriffsfläche erweitern, nimmt auch die Zahl entsprechender Angriffe rasant zu.
  • 6. POS-Angriffe nehmen zu und entwickeln sich mit digitalen Zahlungssystemen weiter: POS-Angriffe (Point-of-Sale) bleiben lukrativ. Eine deutliche Belebung der Kundenakzeptanz bei digitalen Zahlungssystemen auf mobilen Geräten wird Cyber-Kriminellen neue Angriffsflächen bieten.
  • 7. Shellshock sorgt für Unix-/Linux-Angriffe: Infolge von Shellshock werden Malware-Angriffe auf Nicht-Windows-Systeme zunehmen.
  • 8. Softwaremängel werden stärker ausgenutzt: Cyber-Kriminelle nutzen Sicherheitslücken noch stärker – auch deshalb, weil immer wieder neue Fehler in populären Softwareprodukten entdeckt werden.
  • 9. Neue Ausweichtaktiken für Sandboxing: Das „Entkommen“ von Schadsoftware aus der Sandbox, dem abgeschotteten Testbereich auf einem System, wird ein zentrales Thema werden.

Der vollständige „McAfee Labs Threats-Report: November 2014“ mit den Prognosen für die Bedrohungen 2015 steht hier als pdf zum Download bereit.

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