Sensible Kundendaten

Kommunale Verwaltungen brauchen ein umfassendes Datenlöschkonzept

| Autor / Redakteur: Thomas Wirth / Ira Zahorsky

Viele Verwaltungseinheiten arbeiten mit veralteten Softwarelösungen, die den rasant ansteigenden Datenmengen und ihren immer komplexeren Speichermöglichkeiten nicht mehr gewachsen sind. Hier sind Lösungen gefragt, die ein revisionssicheres Datenlöschmanagement vom Server bis zum mobilen Endgerät ermöglichen.
Viele Verwaltungseinheiten arbeiten mit veralteten Softwarelösungen, die den rasant ansteigenden Datenmengen und ihren immer komplexeren Speichermöglichkeiten nicht mehr gewachsen sind. Hier sind Lösungen gefragt, die ein revisionssicheres Datenlöschmanagement vom Server bis zum mobilen Endgerät ermöglichen. (© Stauke - Fotolia.com)

Im Umgang mit sensiblen Daten stehen Kommunen und ihre Versorgungsbetriebe vor den gleichen Herausforderungen wie Unternehmen aus der freien Wirtschaft: Personenbezogene Informationen müssen nicht nur sicher verwahrt, sondern nach Gebrauch auch nachweislich wieder gelöscht werden.

Gespeicherte Vertragsinformationen, detaillierte Verbrauchsdaten und private Kontoverbindungen – diese und ähnliche Daten gehören in der kommunalen Verwaltung ebenso wie in regionalen Versorgungsbetrieben zum Betriebsalltag. Dass sie sicher verwahrt werden müssen, ist inzwischen nahezu selbstverständlich. Doch damit ist es noch nicht getan: Personenbezogene Daten müssen eben auch zuverlässig wieder gelöscht werden, beispielsweise wenn alte Festplatten ausgemustert werden. Vor einigen Jahren machten Zahlen der Wirtschaftsberatung KPMG die Runde, die belegten, dass rund zehn Prozent aller Fälle von kritischem Datenverlust schlicht auf eine unsachgemäße Entsorgung zurückzuführen sind. Und sogar auf 40 Prozent aller Festplatten, die gebraucht verkauft werden, befinden sich zum Verkaufszeitpunkt noch wiederherstellbare sensible Daten, so eine Studie von Kessler International.

Rasantes Datenwachstum stellt Betriebe vor Herausforderungen

Heute, knapp fünf Jahre nach Erscheinen der beiden Studien, dürfte sich die Situation noch verschärft haben: Wir leben in Zeiten eines rasanten Datenwachstums. Von 2013 mit 13 ZB wird, so eine Schätzung von IDC, das weltweite digitale Datenvolumen bis 2020 auf rund 44 Billionen Gigabyte anwachsen und sich damit im Vergleich zum Stand von 2010 nahezu vervierzigfachen. Nicht nur Unternehmen aus der freien Wirtschaft, sondern auch Behörden und Stadtwerke jeder Größe sehen sich mit diesen Zahlen konfrontiert – und stehen den damit verbundenen Herausforderungen oftmals hilflos gegenüber.

Dabei ist das wachsende Datenvolumen nicht das einzige Problem, vor dem die Kommunen jetzt stehen. Fakt ist, dass auch die Zahl der verschiedenen Endgeräte stetig zunimmt. Waren noch vor wenigen Jahren alle Kundendaten nahezu ausschließlich auf den betriebsinternen PCs gespeichert, lagern sie nun auch auf Laptops, Tablets und Smartphones einzelner Mitarbeiter. Und nicht nur das: Hinter den Rechnern in einzelnen Abteilungen steht in der Regel ein zentrales Rechenzentrum, in dem wichtige Daten gesichert werden. Über das Internet werden zusätzlich externe eMail-Server in Anspruch genommen und immer mehr Daten in die Cloud ausgelagert, in der günstiger Speicherplatz auch für Verwaltungen ohne eigenes Rechenzentrum angemietet werden kann. Mit dem rasanten Datenwachstum werden also auch die Speicherorte immer diversifizierter – hier die Übersicht zu bewahren, ist gar nicht so einfach.

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