Cyber-Attacke auf EU-Einrichtungen

Hinter den Angriffen steckt offenbar ein britischer Geheimdienst

| Redakteur: Manfred Klein

(Foto: tiero - Fotolia.com)

Der Spähangriff auf die staatliche belgische Telefongesellschaft Belgacom, zu deren Kunden auch Einrichtungen der europäischen Kommission gehören, geht laut Meldung von Spiegel Online auf den britischen Geheimdienst GCHQ zurück. Der Spiegel beruft sich dabei auf Dokumente des Whistleblowers Edward Snowden.

Laut Spiegel gehe aus den Dokumenten hervor, dass es bei dem Angriff mit dem Tarnnamen „Sozialist“ darum gegangen sei, eine „bessere Ausspähung von Belgacom“ zu ermöglichen.

Der belgische Premierminister Elio Di Rupo, der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Milquet sowie Justizministerin Annemie Turtelboom hatten, nachdem der Angriff aufgedeckt worden war, in in einer gemeinsamen Erklärung mitgeteilt, der Angriff habe die Sammlung strategischer Informationen zum Ziel gehabt und Anklage erhoben.

Den Snowden-Unterlagen zufolge bestand der Zugang des britischen Geheimdienstes auf die Server von Belgacom seit mindestens 2010. Dazu seien die Rechner von Mitarbeitern des Unternehmens ohne deren Wissen mit Spähsoftware infiziert worden.

Kommentar zu diesem Artikel abgeben
Natürlich, man will ja die Freunde nicht vergraulen. Schließlich geht es um Absatzmärkte und die...  lesen
posted am 29.09.2013 um 11:24 von Unregistriert

Wer solche Freunde wie die Briten hat, braucht keine Feinde mehr. Aber die Politik schweigt,...  lesen
posted am 25.09.2013 um 07:41 von Unregistriert


Mitdiskutieren

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 42322741 / System & Services)