Google Hacking & wie man Vertrauliches schützen kann

Google is watching you

| Autor / Redakteur: Isabell Schmitt, Franz Härtl* / Susanne Ehneß

Google ist auch bei Hackern beliebt
Google ist auch bei Hackern beliebt (Bild: Simon/Pixabay / CC0)

Sie gilt als die meistbesuchte Webseite der Welt – und als Datenkrake: Google ist Marktführer unter den Internet-Suchmaschinen und bearbeitet pro Tag mehr als drei Milliarden Suchanfragen. Was viele nicht wissen: Google ist auch in Hacker-Kreisen äußerst beliebt.

Wer weiß, wie man die versteckten Funktionen benutzt, kann nicht nur schlecht konfigurierte Webserver ausspähen, Dokumente und Informationen stehlen. Cyberkriminelle gehen hier auch gezielt auf die Suche nach verwundbaren Opfern. Login-Seiten eines bestimmten CMS? Kein Problem. Direkt erreichbare Webcams? Tausende davon sind nur eine Suchanfrage entfernt.

Und nicht nur das. Google ermöglicht es Angreifern, sich zu tarnen und ihre Zugriffe zu verschleiern, Verbindungen umzuleiten und unerkannt im Hintergrund zu bleiben.

Doch mit einigen simplen Tricks kann man den Schutz bereits deutlich verbessern und den Hackern ein Schnippchen schlagen.

Wie funktioniert Google Hacking?

Mittels sogenannter Crawler durchsucht Google das Internet nach Webseiten, um diese zu indexieren und später über die Suche erreichbar zu machen. Dabei werden alle öffentlich erreichbaren Webseiten oder Dokumente indexiert. Was vielen nicht klar ist: Durchsucht werden grundsätzlich auch alle mit dem Internet verbundenen Netzwerkgeräte wie Überwachungskameras, Drucker oder Smart-TVs.

Alle von Google indexierten Seiten und Ressourcen können über die Suche von Google gefunden werden und das sogar mit den einfachsten Suchbefehlen, wenn man weiß wie und wonach man zu suchen hat.

Unter den Ergebnissen können auch vertrauliche Informationen gefunden werden. Um die Ergebnisse noch spezifischer zu erhalten, können mit Hilfe von Suchoperatoren wie „inurl“ noch genauere Suchanfragen definiert werden. So wird es möglich, nach Wörtern zu suchen, die im Text auf der Webseite oder in der URL enthalten sind.

Für den harmlosen Einstieg empfiehlt es sich, die von Google bereitgestellte Erweiterte Suche zu verwenden. Hier können Nutzer einfach ein Formular befüllen, um eine gezielte Suche durchzuführen. Die Suchanfrage wird dann entsprechend angepasst, und man erhält eine Suchanfrage mit verschiedenen Suchoperatoren.

Erweiterte Suche
Erweiterte Suche (Bild: iT-Cube Systems)

Die Suchoperatoren

In der Google-Suche können Satzzeichen, Symbole und Suchoperatoren verwendet werden. Eine Übersicht findet sich auf den Support-Seiten.

Satzzeichen und Symbole können in der Suchanfrage verwendet werden, führen aber nicht immer zu einem optimalen Ergebnis. Daher entscheidet Google selbstständig, ob die zusätzlichen Symbole auf die Suchergebnisse angewendet werden. Die Symbole können zum Beispiel eine Währung (€) darstellen oder ein Hinweis auf ein Hashtag (#) sein. Ganze Wörter können aus den Suchergebnissen ausgenommen werden, sobald man einen Bindestrich als Symbol vor dem Wort platziert. Wortgruppen können mit Hilfe von Anführungszeichen zu einer expliziten Wortgruppe zusammengefasst werden, nach der gesucht werden soll. Hier können dann auch „Wildcards“ (*) als Platzhalter für variable Suchparameter eingefügt werden.

Mit speziellen Suchoperatoren kann die Suchanfrage noch genauer für das gewünschte Ergebnis angepasst werden.

Die Suchoperatoren entsprechen alle der Syntax operator:keyword. Manche können gut miteinander kombiniert werden, andere dagegen müssen einzeln verwendet werden.

Folgende Suchoperatoren werden am häufigsten verwendet:

  • cache: Der cache Suchoperator kann eine ältere Seitenversion abrufen, die von Google beim letzten Besuch gespeichert wurde. Syntax: cache:<url>
  • info: Mit dem info Suchoperator ist es möglich, nach Cache-Versionen einer Webseite, ähnlichen Webseiten, Links zu der Webseite oder Webseiten, die den Link enthalten zu suchen. Syntax: info:<url>
  • site: Über diesen Suchoperator lassen sich die Suchergebnisse auf bestimmte Webadressen einschränken. Das ist sinnvoll, um z. B. gezielt auf einer Webseite nach bestimmten Dokumenten zu suchen. Syntax: <keyword> site:<url>
  • intitle: Mit Hilfe dieses Suchoperators kann nach Wörtern, die im Titel der Webseite verwendet werden, gesucht werden. Syntax: intitle:<keywords>
  • inurl: Der Suchbegriff wird in den URLs selbst gesucht. Möglicher Ansatzpunkt ist hier z. B. die Suche nach dem Begriff „admin“ um Loginseiten zu finden. Syntax: inurl:<keywords>
  • filetype: Die Suche wird auf ein bestimmtes Dateiformat festgelegt z. B. PHP oder PDF. Syntax: filetype:<keywords>

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