Fortschrittsbericht der Bundesregierung

Geoinformationen frei und einfach nutzen

| Autor / Redakteur: Susanne Ehneß / Regina Willmeroth

Auf nahezu jeder Internetseite oder App wird auf Karten oder Kartendienste verlinkt
Auf nahezu jeder Internetseite oder App wird auf Karten oder Kartendienste verlinkt (Bild: Katarzyna/ stock.adobe.com)

Geoinformationen sind aus Alltag und Verwaltung kaum mehr wegzudenken. Welche Initiativen der Bund plant und welche Projekte bereits erfolgreich abgeschlossen wurden, sind im Geo-Fortschrittsbericht dokumentiert.

Geoinformationen sind laut dem Bundesinnenministerium (BMI) „ein entscheidender Motor unserer Wissengesellschaft“ und „fester Alltagsbestandteil“ für Bürger, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung. Denn auf nahezu jeder Internetseite oder App werde auf Karten oder Kartendienste verknüpft.

Fortschrittsbericht

Die Bundesregierung hat nun den vom Bundesminister des Innern vorgelegten 4. Geo-Fortschrittsbericht der Bundesregierung beschlossen. Der Bericht behandelt die für die Fortentwicklung des Geoinformationswesens maßgeblichen Faktoren und benennt ­Maßnahmen für die Umsetzung der Nationalen Geoinformationsstrategie (NGIS); eine gemeinsame Vision von Bund, Ländern und Kommunen sowie Wissenschaft, Wirtschaft und Interessengruppen zur optimalen Wertschöpfung von Geoinformationen.

Dabei will die Bundesregierung einer „offenen, kostenfreien Bereitstellung der Geodaten und einem nutzerfreundlichen Zugang für ­alle Interessengruppen höchste Priorität“ einräumen.

Geodaten für Verwaltung

„Ob bei der intelligenten Verkehrslenkung oder bei Apps beispielsweise im Gesundheitsbereich und beim Hochwasserschutz oder bei der Suche nach einem Kita-Platz: Ohne Geodaten funktioniert nichts davon. Und daher wollen wir, dass die Geodaten der Verwaltung für all diese Zwecke genutzt werden können. Dafür setzen wir uns verstärkt ein“, so Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière.

Zu den vorgesehenen Maßnahmen gehören unter anderem Aktionen im Rahmen der Teilnahme Deutschlands an Open Government Partnership ebenso wie die Vernetzung der geobezogenen Fachportale des Bundes mit dem zentralen Geoportal.de und das Ausrichten der europäischen „INSPIRE Konferenz“ im September 2017 in Kehl/Straßburg.

Handlungserfolge

Der Bericht zeigt laut BMI aber auch die erreichten Handlungserfolge auf. So sei ein wesentlicher Meilenstein die weitgehend kostenfreie Bereitstellung der Geo­daten des Bundes durch die Änderung des Geodatenzugangsgesetzes. Der Bund stellt seit 2012 seine Geodaten kostenfrei zur Verfügung.

Weitere wichtige erfolgreich umgesetzte Maßnahmen seien das „Nationale Copernicus Maßnahmenprogramm“ sowie der Vertrag des BMI mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, um für die Bundesbehörden speziell ausgewertete Satellitendaten bereitzustellen, die Einrichtung des Dienstleistungszentrums für Geodaten im Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) und der gemeinsam mit den Ländern aufgebaute Geokodierungsdienst.

Entsprechend positiv sieht die Bilanz der Bundesregierung aus: Von 64 geplanten Maßnahmen seien 39 erfolgreich umgesetzt worden, 20 befänden sich noch in Bearbeitung und sollen zeitnah abgeschlossen werden. Fünf Maßnahmen wurden „aus verschiedenen Gründen noch nicht begonnen“.

Den 4. Geo-Fortschrittsbericht der Bundesregierung finden Sie hier online als PDF.

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44817689 / System & Services)