Thema: IT-Dienstleister Dataport ist auf dem Weg nach Süden

erstellt am: 26.03.2012 10:10

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Der IT-Kuchen wird (neu) verteilt
IT-Dienstleister Dataport ist auf dem Weg nach Süden


Die Landschaft der IT-Dienstleister ist erneut in Bewegung geraten. Dataport und Sachsen-Anhalt prüfen eine mögliche Kooperation. Derzeit deutet alles darauf hin, dass die Verhandlungen erfolgreich sein werden. Auf der CeBIT wurden bereits erste Stimmen laut, dem zunehmenden Gewicht der Nordländer entgegenzutreten.

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embo77





dabei seit: 10.02.2011

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Kommentar zu: IT-Dienstleister Dataport ist auf dem Weg nach Süden
26.03.2012 10:10

die Privatisierung der Rechenzentren sei aufgrund der spezifischen Anforderungen der Verwaltung nur eingeschränkt, in vielen Bereichen gar nicht möglich
Was sind denn dies für spezifische Anforderungen, die Unternehmen nicht haben?

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nicht registrierter User


RE: IT-Dienstleister Dataport ist auf dem Weg nach Süden
27.03.2012 12:26

Es ist schön, dass diese Problematik politisch positiv gesehen wird.
Nur werden die Probleme und Ängste des Personals in den Hintergrund geschoben.

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nicht registrierter User


RE: IT-Dienstleister Dataport ist auf dem Weg nach Süden
29.03.2012 17:19

Na ja, die öffentliche Verwaltung verarbeitet Daten in den Bereichen Steuerverwaltung, Polizei-Fahndung, Gerichte, Staatsanwaltschaften, Strafvollzug, Verfassungsschutz, Gesundheitsbehörden, Sozialhilfe, Wohngeld, etc. Ich finde es gut, dass man darauf vertrauen kann dass z.B. Steuerbescheide, Ermittlungsakten, Sozialhilfeanträge und Gesundheitsdaten zu meldepflichtigen Infektionen, etc. durch Gesetze besonders geschützt und zum Teil als hoheitliche Aufgaben auch nur im Rahmen des öffentlichen Dienstes bearbeitet werden können. Ich fände es nicht so prickelnd, wenn all diese Daten bei Microsoft z.B. in Irland gerechnet und aufbewahrt werden, weil das halt gerade am billigsten ist. Ich fände es auch nicht so gut, wenn im Rahmen eines Datenskandals irgendwo in der Öffentlichkeit Daten auftauchen, weil ein frustrierter Mitarbeiter einer Privatfirma diese Daten meistbietend verkauft hat oder aus Gründen der Profitmaximierung an den Datenschutzmaßnahmen gespart wurde. Da traue ich dem Staat - zumindest hier in Deutschland - immer noch eher zu, mit Daten sorgfältig umzugehen. Man kann über den öffentlichen Dienst ja viele Meinungen haben, aber mangelnde Sorgfalt beim Beachten von Vorschriften und Gesetzen (eben auch im Umgang mit Daten) gehört wohl eher nicht zu den üblichen Vorwürfen.

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nicht registrierter User


RE: IT-Dienstleister Dataport ist auf dem Weg nach Süden
01.04.2012 20:44

Es ist nur Schade, dass den Beschäftigten in Halle erst große Versprechungen gemacht wurden. Dabei wurde das FRZ (Finanzrechenzentrum) mit dem LIZ (Landes Informationszentrum) zum neuen zentralen LRZ verschmolzen, der Hauptstandort Halle festgelegt, um es ein Jahr später an Dataport in den Norden zu verkaufen. Ebenso ist die Regierung der Meihnung, das man nur noch ein RZ braucht, und das ist dann bestimmt (Vermutung) in MD, da dort ja alle Ministerien sind. Über die 100 Beschäftigten in Halle wird dann nicht nachgedacht. Entweder du fährst jeden Tag 100km nach MD, oder kündigst.

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mk





dabei seit: 30.09.2009

Beiträge: 22

RE: IT-Dienstleister Dataport ist auf dem Weg nach Süden
02.04.2012 18:36

Das Finanzministerium in Sachsen-Anhalt beantwortet Ihre Frage so: Im Landesrechenzentrum werden auch Verfahren betrieben, die dem Bereich der Eingriffsverwaltung (Polizei, Justiz, Steuerverwaltung) zuzuordnen sind und damit im Gegensatz zur Privatwirtschaft besonderen Anforderungen unterworfen sind.
* zuletzt geändert von: mk am 03.04.2012 um 10:42 Uhr *

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nicht registrierter User


RE: IT-Dienstleister Dataport ist auf dem Weg nach Süden
12.04.2012 12:13

Die von Herrn Felgner aufgeführten Gründe wie die demographische Entwicklung sind Folge des PEK des Finanzministers. Wann die IT-Spezialisten des Landes in Rente gehen kann jeder Fünftklässler errechnen! Es zählt einzig und allein die Einsparung von Personalkosten im Landesdienst, koste es, was es wolle.
Wer mit der Materie vertraut ist weiß, welches Potential in der Landes-IT schlummert, das beweist die Erfolgsgeschichte des LIZ. Trotz großer Steine die dem ehemaligen Landesbetrieb in den Weg geräumt wurden sind schwarze Zahlen erwirtschaftet worden. Nach der KOnsolidierung der Landes-IT sind von den ehemals 700 IT-Fachkräften aus Sachsen-Anhalt nur noch die ca. 80 aus dem LIZ und FRZ im LRZ übriggeblieben. Für DataPort ist natürlich Sachsen-Anhalt als Billiglohnland zur Rekrutierung von voll ausgebildeten Fachkräften interesant.
Es ist nur zu hoffen das das Land zur Besinnung kommt und nicht krampfhaft weiter versucht von der Landkarte zu verschwinden (Sommerthema in den letzten 2 Jahren von Sunnyboy Bullerjahn).

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