Infrastruktur für Verkehrsmanagement, Zusammenarbeit, Videokonferenzen und IT

Ein Netz für Wasser, Straße & Schiene

21.03.12 | Autor / Redakteur: Ulrich Baldauf / Gerald Viola

Mit gut 1.800 Beschäftigten betreibt das HPA ein zukunftsorientiertes Hafenmanagement aus einer Hand (F'oto: Gregor Schlaeger)
Mit gut 1.800 Beschäftigten betreibt das HPA ein zukunftsorientiertes Hafenmanagement aus einer Hand (F'oto: Gregor Schlaeger)

Die Hamburg Port Authority hat vier bislang getrennte Infrastrukturen vereinheitlicht. Dadurch reduzierte sie die Kosten für Betrieb und Management deutlich und erhielt gleichzeitig ein höher verfügbares, leistungsfähigeres Netz. IT-gestütztes Verkehrsmanagement, Datenaustausch sowie Video- und Telefonkonferenzen laufen nun über ein System.

Damit werden Frachtcontainer auf Wasser, Straße und Schiene schneller weitergeleitet. Spediteure und Privatpersonen profitieren von weniger Staus und Minimierung von Stillstandszeiten. Und die Mitarbeiter des Hamburger Hafens können durch neue Anwendungen effizienter kommunizieren sowie unabhängig von Ort und verwendetem Endgerät weiterarbeiten.

Von der 345 Meter langen Queen Mary 2 bis zu den größten Containerschiffen der Welt: Jedes Jahr laufen etwa 12.000 Schiffe in den Hamburger Hafen ein. Entsprechend komplex und aufwendig ist das Transportmanagement auf dem 7.200 Hektar großen Gelände. Insbesondere die zahlreichen Frachtcontainer stellen eine große Herausforderung dar. Sie müssen möglichst effizient auf dem Wasser von der Einfahrt in die Hafenregion bis zur Kaimauer und anschließend auf Straße und Schiene weitertransportiert werden. Dazu ist ein umfassendes Verkehrsmanagement für Schiffe, Lkw und Züge nötig.

Um dies zu gewährleisten, wurde im Jahr 2005 die Hamburg Port A­uthority (HPA) als Anstalt des öffentlichen Rechts gegründet. In ihr sind die hafenbezogenen Zuständigkeiten verschiedener Hamburger Behörden zusammengefasst. Mit gut 1.800 Beschäftigten betreibt die HPA ein zukunftsorientiertes Hafen­management aus einer Hand. Sie ist Ansprechpartner für alle Fragen der wasser- und landseitigen Infrastruktur, der Sicherheit des Schiffsverkehrs, der Hafenbahnanlagen, des Immobilienmanagements und der Arbeitsbedingungen im Hafen.

Aus vier Netzen mach eines

Bislang nutzte die HPA für Verkehrsmanagement und Kommunikation vier verschiedene Netze von unterschiedlichen Herstellern. Sie wurden jeweils für das Radarsystem, die Bahn sowie Telefonie und IT eingesetzt. Eine Kommunikation zwischen diesen Netzen war nicht möglich. Zudem standen sie nicht im gesamten Hafengelände zur Verfügung. So konnte zum Beispiel auf der Wasserfläche nicht telefoniert werden und an Land gab es kaum Zugang zum Radarsystem.

„Um die Kommunikation zu verbessern und die Effizienz der Arbeitsabläufe zu optimieren, wollten wir die vier Netze in ein einziges überführen“, erklärt Dr. Sebastian Saxe, CIO bei der Hamburg Port Authority. „Unsere Vision war dabei, dass sich die Nutzer an jedem beliebigen Ort im Hafen einfach mit dem neuen HPANet verbinden können, unabhängig vom verwendeten Gerät. Dies haben wir durch ein umfassendes intelligentes Netzwerk von Cisco erreicht.“

Zukunftssicher und l­eistungsfähig

„Die Entscheidung für die Cisco-Technologie stand von Anfang an fest“, so Sebastian Saxe weiter. „Bei meinem vorherigen Arbeitgeber habe ich ausgezeichnete Erfahrungen mit den Lösungen gesammelt. Zudem steht Cisco als größter Anbieter in diesem Bereich für Zukunftssicherheit und aktuelle State-of-the-Art-Technologien. Damit können wir neue Lösungen für das Hafenman­agement entwickeln und auch den Unternehmen zur Verfügung stellen, die auf unserem Gelände tätig sind.“

Die Einführung des neuen Netzwerks dauerte von Juli 2009 bis Dezember 2010. Nach Bestandsaufnahme, Planung und Einrichten des Kernnetzes wurden die verschiedenen LANs angebunden. Als Hardware von Cisco sind nun Nexus und Catalyst Switches, Catalyst Wireless Controller, Security Router, ASA Firewall, Call Manager und Telefone im Einsatz. Die Anzahl der Netzkomponenten wurde auf 200 halbiert, die Zahl der Core-Standorte von 16 auf 10 gesenkt.

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