Gesundheitswesen 4.0

eHealth und Tele-Monitoring

| Autor / Redakteur: Patrick Plattes / Andreas Donner

IT-basierte Dienste in den Bereichen Telemedizin, Tele-Monitoring und Verhaltensanalyse wie Ticuro Reply machen das Leben von Patienten, Ärzten und Hilfsorganisationen einfacher.
IT-basierte Dienste in den Bereichen Telemedizin, Tele-Monitoring und Verhaltensanalyse wie Ticuro Reply machen das Leben von Patienten, Ärzten und Hilfsorganisationen einfacher. (Bild: Ticuro Reply)

Big Data, Cloud-Computing und das Internet der Dinge (IoT) können im Gesundheitswesen und Pflegebereich dazu beitragen, das Serviceangebot zu verbessern und Kosten zu sparen. Die Grundlage bilden eHealth-Plattformen wie Ticuro Reply. Sie erfassen und analysieren Gesundheitsinformationen von Patienten und stellen sie Ärzten, Krankenversicherungen und Therapeuten zur Verfügung.

Wenn von Digitalisierung die Rede ist, werden häufig Branchen wie der Handel, das Finanzwesen und das produzierenden Gewerbe genannt – Stichwort Industrie 4.0. Dabei lassen sich Technologien wie Big Data & Analytics, das Internet of Things (IoT) und Cloud Computing auch in der Medizin und Gesundheitsvorsorge nutzbringend einsetzen. Die Bundesbürger stehen jedenfalls Themen wie eHealth, Tele-Monitoring und einer „Fernbetreuung“ mithilfe von IT- und Kommunikationstechniken aufgeschlossen gegenüber. Das belegt eine Studie des Marktforschungsinstituts Bitkom Research. Demzufolge hat ein Drittel der Befragten ein großes Interesse an Online-Sprechstunden mit Ärzten.

Rund 59 Prozent der Befragten würden gerne eine telemedizinische Überwachung ihres Gesundheitszustandes nutzen. Bei diesem Tele-Monitoring werden Vitalwerte wie der Blutzuckerspiegel oder der Blutdruck an einen Arzt oder eine Klinik übermittelt. Treten Unregelmäßigkeiten auf, werden die Patienten benachrichtigt – per eMail, SMS, Nachricht oder Anruf.

Tele-Monitoring bei Patienten mit chronischen Erkrankungen

Ein solches Tele-Monitoring ist beispielsweise bei Patienten mit chronischen Erkrankungen wie Asthma von Vorteil. Es erspart den Betroffenen Besuche beim Arzt oder in einer Klinik. Auch die Betreuung von Senioren und anderen hilfsbedürftigen Personen lässt sich mittels Telemedizin und Lösungen für das betreute Wohnen ("Assisted Living") verbessern.

Mit eHealth-Plattformen ist es beispielsweise möglich, den Gesundheitszustand eines Betreuten zu analysieren und zu prüfen, ob der Betreffende seine Medikamente einnimmt und in ausreichendem Maße Nahrung zu sich nimmt.

Bewegungssensoren erfassen zudem, ob eine Person gestürzt ist und nicht mehr aus eigener Kraft Hilfe herbeirufen kann. In einem solchen Fall können ein Pflegedienst oder Nachbarn alarmiert werden. Weitere Einsatzfelder sind diagnostische Maßnahmen und die Erfolgskontrolle bei Nachsorgetherapien.

Plattform verbindet Patient, Arzt und Krankenkassen

Damit sich solche Konzepte umsetzen lassen, ist eine zentrale IT-Plattform erforderlich. Ein solches Framework sollte sich möglichst flexibel einsetzen und an unterschiedliche Anwendungsfälle anpassen lassen. Dazu zählen die Ferndiagnose und Fernbetreuung, die häusliche Pflege, die Unterstützung von Reha- und Vorsorgemaßnahmen sowie die Nachsorge nach Klinikaufenthalten.

Eine passende Plattform muss daher mehrere Nutzergruppen miteinander verbinden:

Patienten beziehungsweise betreuten Personen: Sie kommunizieren per Videokonferenz, Telefon, E-Mail oder SMS mit dem Arzt, Betreuer oder Therapeuten. Außerdem übermitteln Analyse- und Mess-Systeme medizinische Informationen und Bewegungsdaten an die technische Plattform. Von dort werden sie an das medizinische Fachpersonal übermittelt.

Ärzte in Praxen und Kliniken, Physiotherapeuten und Mitarbeiter von Pflege-Einrichtungen: Sie haben Zugang zu den aktuellen Gesundheitsdaten der Patienten und Betreuten und können Diagnosen stellen und den Gesundheitszustand der Betreuten überprüfen. Außerdem hat das medizinische Fachpersonal die Möglichkeit, Kontakt mit dem Patienten aufnehmen, beispielsweise mittels Videokonferenz.

Krankenkassen, Berufsgenossenschaften und Unternehmen: Krankenversicherungen können mithilfe von eHealth-Lösungen den Verlauf und Erfolg von Reha-Maßnahmen nachverfolgen. Unternehmen wiederum haben die Möglichkeit, ihren Mitarbeitern individuelle Gesundheitsprogramme anzubieten und sie bei der Umsetzung solcher Angebote zu unterstützten

„Points of Care“: Dazu zählen beispielsweise Ambulanzen und Apotheken. Patienten können sich dort vor Ort untersuchen lassen. Die Daten werden an die eHealth-Plattform übermittelt und aufbereitet sowie anschließend Ärzten oder Kliniken in Form von Reports zur Verfügung gestellt.

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