Unterschiedliches Niveau

eAkte: Stand der Einführung in den Bundesländern

| Autor: Ira Zahorsky

Die Einführung der elektronischen Akte wird bis 2020 verpflichtend.
Die Einführung der elektronischen Akte wird bis 2020 verpflichtend. (© DigitalGenetics - Fotolia.com)

Das eGovernment-Gesetz vom August 2013 sieht für zahlreiche Bundesbehörden ab 2020 verpflichtend eine elektronische Aktenführung vor. Aber auch für behördliche Einrichtungen, die nicht direkt davon betroffen sind, kann sich die Einführung der digitalen Aktenführung lohnen.

eGovernment Computing hat sich beim Bund sowie in den Ministerien der Bundesländer umgehört, wie der aktuelle Entwicklungsstand in puncto eAkte ist. Der Einsatz erfolgt bislang auf sehr unterschiedlichem Niveau.

Das Bundesinnenministerium (BMI) hat im Juni 2012 auf die elektronische Aktenführung umgestellt. Nach Pilotierungsphasen war es die Aufgabenstellung des Projekts, die eAkte bei rund 1.500 Nutzern im BMI einzuführen.

In Baden Württemberg hat der Landessystemausschuss, das Gremium für die ressortübergreifende Koordinierung des Einsatzes der IT in der Landesverwaltung, beschlossen, ein zwischen den Ressorts abgestimmtes gemeinsames Fachkonzept zur eAkte zu entwickeln. Dazu ist eine Arbeitsgruppe „Landeseinheitliche eAkte“ eingesetzt worden. Das Fachkonzept soll bis Ende 2015 entwickelt sein.

Entsprechend dem Ministerratsbeschluss vom 7. Januar 2013 ist die elektronische Akte (eAkte) in der bayerischen Staatsverwaltung bis Ende 2015 grundsätzlich mit einheitlicher Software im Rahmen der zur Verfügung stehenden (Plan-)Stellen und Haushaltsmittel einzuführen. Die Umsetzungs- und Finanzierungsverantwortung folgt dem Ressortprinzip. Ziel des Projekts ist es, die papiergebundene durch die elektronische Aktenführung zu ersetzen.

Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport in Berlin hat im Zeitraum von April bis Oktober 2012 gemeinsam mit der Bietergemeinschaft Accenture GmbH / INFORA GmbH ein Umsetzungskonzept zur landesweiten Einführung der elektronischen Aktenführung und Vorgangsbearbeitung in der unmittelbaren Berliner Verwaltung erstellt. Das Umsetzungskonzept beschreibt die Einführung eines eAkte-Basisdienstes auf 34.000 Arbeitsplätzen bis 2016.

Die Landesverwaltung Brandenburg hat bereits 2010 auf der Ebene der obersten Dienstbehörden mit der Einführung der eAkte begonnen. Derzeit sind rund 1.200 Nutzer im System registriert. Der Einführungsgrad in den einzelnen Ministerien gestaltet sich jedoch unterschiedlich.

Bremen hat im Dezember 2012 die Einführung der flächendeckenden Einführung der eAkte beschlossen. Ende 2016 soll die elektronische Aktenführung an 2.300 Arbeitsplätzen realisiert sein. Ab 2017 soll das elektronische Dokumenten-Management dann weiter ausgebaut werden und in der Endphase für rund 5.500 Arbeitsplätze zur Verfügung stehen.

Wo die eAkte in den einzelnen Bundesländern bereits eingesetzt wird und welcher Zeitplan für die weitere Umsetzung ansteht, erfahren Sie in unserer Bildergalerie.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie weit Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, NRW und Rheinland-Pfalz sind.

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