Studien von BMC und TNS Infratest

Digitalisierung fordert höhere Qualifikationen

| Redakteur: Ulrike Ostler

(Bild: GSD/TNS Infratest)

Die Digitalisierung der Arbeitswelt ist in den Organisationen angekommen und führt dort zu gesteigertem Weiterbildungsbedarf. So er­warten Personaler, dass Arbeitnehmer künftig komplexere Aufgaben zu bewältigen haben und vielseitig einsatzfähig sein müssen. Doch auch die Macher trifft's: Die Digitalisierung verändert etwa die Rolle des CIO.

Die digitale Transformation gehört zu den Themen des Weltwirtschaftsgipfels in Davos. Denn sie wird die Art wie wir arbeiten und leben maßgeblich verändern.

Insbesondere Industrie 4.0 und das Internet der Dinge (IoT) neue Geschäftschancen durch veränderte IT-Systeme. Sie lassen innovative Produkte und Dienstleistungen sowie Geschäftsmodelle entstehen und fordern Unternehmen wie ganze Branchen zu einem Umdenken auf.

Während Cloud Computing und Big Data schon einige Zeit auf dem Markt und mittlerweile sogar bei mittelständischen Unternehmen angekommen sind, erfordern andere IT-Trends komplett neue Betriebskonzepte. Eine Umfrage von BMC Software, Anbieter von IT-Service-Management-Tools, die Unternehmen helfen sollen, die digitale Transformation zu einem digitalen Unternehmen zu vollziehen, zeigt, welche dieser Entwicklungen 2016 besonders spannend werden.

Das digitale Unternehmen rückt in den Fokus

Die Gartner Inc. gab 2015 bekannt, dass digitale Unternehmen aktuell 18 Prozent des Gesamtumsatzes erwirtschaften und prognostizierte einen Anstieg auf 43 Prozent bis zum Jahr 2020. Diese Voraussage scheint sogar bescheiden, betrachtet man den bahnbrechenden Markteinfluss von „Digital Natives“ wie Uber, Airbnb und Etsy.

Nichtsdestotrotz stellt eine aktuelle BMC-Umfrage aus dem Jahr 2015 fest, dass lediglich fünf Prozent der Befragten alle nötigen digitalen Services und mobilen Technologien bereits implementiert hatten, um neue Geschäftschancen und Märkte zu erschließen und eine bessere Betriebseffizienz zu erreichen.

2016 wird diese Zahl besonders innerhalb der traditionellen sowie Fortune-500-Unternehmen stark ansteigen. Neue digitale Lösungen sollen dann in einem immer höheren Tempo eingesetzt werden, um so den Eintritt in neue Märkte zu erleichtern, Abläufe in ihren derzeitigen Geschäftssparten zu optimieren und Wettbewerbsvorteile auszubauen.

„Wir erleben gerade, dass Unternehmen, die schon jetzt aktiv Cloud-, Mobility- oder Big-Data-Lösungen einsetzen, ein bis zu 53 Prozent höheres Umsatzwachstum vermelden können, als solche, die sich der digitalen Transformation verschließen“, erläutert Ingo Marienfeld, Geschäftsführer von BMC Deutschland.

Ergänzendes zum Thema
 
TNS Infratest: Die Weiterbildungstrends in Deutschland 2016

„Big Data und Analytics sind beispielsweise immer noch Top-Themen bei Entscheidern. Denn die Individualisierung betrifft nicht nur Mitarbeiter, sondern schließt Kunden ebenso ein. Individuelle Marketingmaßnahmen, Kundengewinnung und -bindung sowie Wettbewerbsfähigkeit sind, neben steigenden Wachstumsraten, wichtige Faktoren, die mit einer guten Analyse optimal integriert werden können. Die digitale Transformation kann einen weiteren Schritt zu mehr Kundenzufriedenheit bedeuten“, so Marienfeld weiter.

Deshalb sind unter anderem auch die Analysten von IDC davon überzeugt, dass bis 2018 etwa 80 Prozent der B2C- und 60 Prozent der B2B-Unternehmen ihren digitalen Auftritt umfassend überholen werden. Damit ist der Prozess jedoch längst nicht abgeschlossen. „Obwohl sich zwar immer mehr Unternehmen zu hybriden oder digitalen Strukturen entschließen, wenden viele immer noch zu viel Zeit dafür auf, Daten zu bereinigen oder zu analysieren.

Inhalt des Artikels:

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Kommentar abschicken

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 43835506 / Standards & Technologie)