Wearables

Die richtige Wireless-Technologie für Medizingeräte wählen

| Redakteur: Ira Zahorsky

Gehören bald untrennbar zusammen: Medizintechnik und Mobilgeräte
Gehören bald untrennbar zusammen: Medizintechnik und Mobilgeräte (Bild: © Mohamad Zaki/ Fotolia.com)

Tragbare Glukosemessgeräte, mobile Herzfrequenzmesser oder Dialyse in den eigenen vier Wänden – der Markt für medizinische In-home-Geräte boomt. Immer wichtiger wird dabei die Wahl der richtigen WLAN-Technologie.

Bis zum Jahr 2022 wird der weltweite Markt für Medizinelektronik voraussichtlich auf 4,41 Mrd. US-Dollar steigen. Zu diesem Ergebnis kommt unter anderem ein Report der Analysten „Reporterlinker“. Als Treiber für diese Entwicklung werden neben der demographischen Altersverschiebung vor allem die steigende Nachfrage nach einfach zu bedienenden, personalisierten und mobilen Geräten sowie der Trend zu Wearables genannt.

Von der Klinik ins Zuhause der Patienten

Insbesondere Monitoring-Geräte finden immer häufiger den Weg von Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen in das Zuhause von Patienten. Krankenhäuser, Versicherungen und medizinische Einrichtungen hoffen, mit Hilfe solcher Fernüberwachungssysteme die Kosten für Service, Pflege und persönliche Betreuung zu senken und so das Gesundheitssystem insgesamt zu entlasten. Patienten versprechen die In-home-Geräte mehr Mobilität und Lebensqualität.

Mobile Health liegt voll im Trend

Robert Frodl, Plexus: „„Computer, Tablets und Smartphones sind aus unserem Alltag kaum noch wegzudenken und haben auch die Erwartungen an bequeme, mobile und intuitiv bedienbare Geräte im Gesundheitsbereich in die Höhe getrieben.“
Robert Frodl, Plexus: „„Computer, Tablets und Smartphones sind aus unserem Alltag kaum noch wegzudenken und haben auch die Erwartungen an bequeme, mobile und intuitiv bedienbare Geräte im Gesundheitsbereich in die Höhe getrieben.“ (Bild: Plexus)

„Computer, Tablets und Smartphones sind aus unserem Alltag kaum noch wegzudenken und haben auch die Erwartungen an bequeme, mobile und intuitiv bedienbare Geräte im Gesundheitsbereich in die Höhe getrieben“, erklärt denn auch Robert Frodl, Director D/A/CH Customer Development beim Electronic Service Manufacturer Plexus. Medizinische Verfahren und Anwendungen, die auf drahtlose Gerätefunktionen zurückgreifen – kurz: mobile Health– liegen also im Trend. Geräteherstellern eröffnet das völlig neue Kundenkreise und Geschäftsmodelle, legt aber auch die Messlatte für das Design deutlich höher.

Zu den größten Herausforderungen für Entwickler und Projektmanager zählt dabei neben Sicherheitsstandards und Datenschutz, die Wahl der richtigen WLAN-Technologie. Jahr für Jahr werden neue, verbesserte Wireless-Lösungen auf den Markt gebracht. Jedoch ist der Produktlebenszyklus von medizinischen Geräten mit durchschnittlich sieben Jahren deutlich länger als bei klassischen Consumer-Produkten wie Smartphones oder Tablets. Um das Potenzial neuester Technologien auszuschöpfen, sollten jedoch auch medizinische Geräte idealerweise diesem kurzen Innovationsrhythmus folgen können.

Künftige Technologien kosteneffizient integrieren

„Die Herausforderung für Medizingerätehersteller besteht darin, den Produktlebenszyklus soweit wie möglich zu verlängern. Nur so gewinnt auch ihr Produktportfolio am Markt“, erklärt Frodl. „Dazu sollten sie sicherstellen, dass sich auch zukünftige Technologien einfach und kosteneffizient in ihre Geräte integrieren lassen. Als EMS-Dienstleister werden wir deshalb in der Regel sehr früh in die Entwicklung eingebunden und arbeiten über den gesamten Realisierungszeitraum eng mit dem Projektteam zusammen. Wir können unser Know-how zu neuen Technologien beisteuern und so gemeinsam die geeignetste Lösung auswählen.“

Fazit: Angesichts des wachsenden Kostendrucks in der Medizintechnik versprechen In-home-Geräte und mobile Health für Hersteller willkommene Wachstumsmöglichkeiten. Voraussetzung dafür bleibt jedoch eine kosteneffizienten Entwicklung der Geräte, die sowohl den Wünschen der Patienten, den Anforderungen der medizinischen Einrichtungen sowie den regulatorischen Bestimmungen entsprechen.

Dieser Beitrag erschien zuerst in unserem Partnerportal Devicemed. Verantwortlicher Redakteur: Peter Reinhardt.

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