16. eGovernment-Wettbewerb

Die Finalisten stehen in den Startlöchern

| Autor: Manfred Klein

(Bild: Bearingpoint)

Beim Finalistentag des 16. eGovernment-Wettbewerbs standen alle Zeichen auf Innovationen für die Zukunft. 13 Bewerber kämpften dabei erneut um die Prämierung der besten Digitalisierungs- und Modernisierungsvorhaben, Infrastruktur- und Kooperationsprojekte in der Verwaltung.

Bei der Präsentation ihrer Projekte konnten die Vertreter der ausgewählten Finalisten eine neue Erfahrung machen: Als Behördenleiter und Projektverantwortliche sonst selbst in ihren Positionen für die Bewertung des jeweiligen Projektstandes zuständig, mussten sie sich in der Präsentation ihrer Konzepte und Ideen in diesem Fall selbst der Bewertung einer Jury stellen. Dabei wurde deutlich, wie stolz die Einreicher auf ihre Konzepte sind – und das zu Recht. Ausgerichtet wird der

2017 unter der Schirmherrschaft des Staatsministers bei der Bundeskanzlerin, Prof. Dr. med. Helge Braun.

Das Spektrum der Finalistenprojekte ist breitgefächert und reicht von der Realisierung konkreter eGovernment-Anwendungen für Bürger, über die Verknüpfung von Fachdaten mit Geodaten zu gewinnbringenden Mehrwertdiensten und die Erleichterung elektronischer Dienste für Unternehmen bis hin zur Erprobung neuer Technologien.

Nach wie vor beschäftigen sich viele Behörden intensiv mit der Einführung der elektronischen Aktenführung und der Verbesserung des Datenaustausches im Zusammenhang mit der Bewältigung der Flüchtlingsproblematik. Dies verdeutlicht laut Jon Abele, Partner bei BearingPoint und Segmentleiter Öffentliche Auftraggeber, die Notwendigkeit moderner Verwaltungsdienstleistungen.

„Die aktuellen Herausforderungen verlangen nach neuen innovativen Lösungen. Hierbei spielen Digitalisierungs- und Modernisierungsprojekte eine entscheidende Rolle. Mit dem eGovernment-Wettbewerb fördern wir gemeinsam mit Cisco gezielt diese Entwicklung und bieten eine Plattform zur übergreifenden Zusammenarbeit. Wir sind beeindruckt, was einzelne Innovatoren und Macher auf allen Ebenen der Verwaltung leisten und damit beweisen, dass es keine technischen Gründe dafür gibt, dass Deutschland in der Fläche immer noch am Anfang der Digitalisierung und Modernisierung steht. Es gilt nun endlich die vielen guten Beispiele aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in die Fläche zu bringen“, so Abele zu dieser Entwicklung.

Hohe Anzahl qualitativ hochwertiger Projekte trägt zur Verbesserung der öffentlichen Verwaltung bei

Die Auswahl der Finalisten fiel auch in diesem Jahr nicht leicht. Eine hohe Anzahl der Einreichungen ist bereits in Betrieb, was deren Erfolg noch einmal unterstreicht. Damit bieten die diesjährigen Bewerbungen erneut eine sehr gute Basis für die Auszeichnung von richtungsweisenden eGovernment-Beiträgen im DACH-Raum.

„Wir freuen uns über die erneut hohe Beteiligung am Wettbewerb. Nach 16 Jahren haben wir schon einige spannende und vielversprechende Projekte gesehen. Dennoch sind wir immer wieder erstaunt über die fortgeschrittene digitale Transformation und die strategischen Lösungsansätze der Einreichungen. Das ist auch in diesem Jahr nicht anders. Wir sehen, dass die Bürgerinnen und Bürger dabei im Mittelpunkt stehen und erfolgreiche eGovernment-Projekte entlang deren Ansprüchen weiterentwickelt werden. Mit solch innovativen Ideen kann die Arbeit in der öffentlichen Verwaltung maßgeblich verbessert werden, was sich entsprechend positiv auf die Gesellschaft insgesamt auswirkt“, so Christian Korff, Vertriebsdirektor Öffentliche Hand bei Cisco Deutschland.

Die unabhängige Jury, bestehend aus Experten aus den Bereichen Verwaltungswissenschaften, IT, Gesellschaftsentwicklung und Medien entscheidet nun darüber, welche der nominierten Vorschläge prämiert werden. Die Preisverleihung erfolgt auf dem Zukunftskongress am 20. Juni 2017 in Berlin.

Die Bürger-Meinung ist gefragt

Wie in jedem Jahr gibt es auch 2017 für Bürger die Möglichkeit, sich am Wettbewerb zu beteiligen und eines der Projekte mit dem Publikumspreis zu würdigen. Per Online-Voting kann auf www.egovernment-wettbewerb.de vom 12. Mai bis 4. August jeder seine Stimme für einen Favoriten abgeben. Alle wichtigen Entwicklungen werden über den Twitter-Kanal @eGovW verbreitet. Am 15. September wird im Rahmen des 22. Ministerialkongresses auch der Gewinner des Publikumspreises feierlich ausgezeichnet.

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