16. eGovernment-Wettbewerb

Die eGovernment-Olympiagewinner des Jahres stehen fest

| Autor: Manfred Klein

Die stolzen Gewinner des 16. eGovernment-Wettbewerbs
Die stolzen Gewinner des 16. eGovernment-Wettbewerbs (Bild: Bearingpoint)

Die besten Digitalisierungs- und Modernisierungsprojekte, Kooperationen und IT-Infrastrukturen der Öffentlichen Verwaltung stehen fest. Auf großer Bühne des Zukunftskongresses „Staat und Verwaltung“ prämierte die Unternehmensberatung BearingPoint gemeinsam mit dem Technologieanbieter Cisco die fünf Gewinner des diesjährigen 16. eGovernment-Wettbewerbs.

Open Data und effizienter Datenaustausch, vernetzte Informationen und webbasierte Plattformen sowie ein zentrales Vertretungsmanagement waren die bestimmenden Themen der Siegerprojekte. „Die Projekte zeigen eindrucksvoll, wie Bürokratieabbau funktioniert, Kosten gespart und Verwaltungsaufwände reduziert werden. Die Erfolgswelle der prämierten Lösungen reißt uns alle mit“, so Jon Abele, Partner und Leiter Öffentliche Auftraggeber bei BearingPoint, bei der Preisverleihung.

Christian Korff, Vertriebsdirektor Öffentliche Hand bei Cisco Deutschland, ergänzte: „Auf der Preisverleihung jubelten nicht nur die Sieger, sondern auch die Silber- und Bronzegewinner – und das zu Recht. Bei allen Projekten waren Visionäre am Werk, die motiviert an einer Effizienzsteigerung der öffentlichen Verwaltung arbeiten.“

Der Schirmherr, Staatsminister Prof. Dr. Helge Braun, würdigte die Relevanz des Wettbewerbs und verbreitete Stolz unter allen Finalisten: „Der eGovernment-Wettbewerb bietet zum einen eine Leistungsschau, welche Innovationen Verwaltungen bereits hervorgebracht haben. Zum anderen ist er eine Ideenschmiede dafür, welche Projekte noch angegangen werden müssen, damit Deutschland dem Anspruch eines ‚Smart Country‘ wirklich gerecht wird.“

Die Preisträger 2017

  • Bestes Digitalisierungsprojekt 2017: „Solarkataster Hessen“ des Hessisches Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung. „Der Solarkataster Hessen ist ein perfektes Beispiel für den Mehrwert von öffentlichen Daten. In einer multimedialen Applikation werden komplexe Daten in hoher Qualität kostenlos angeboten. Die Plattform ist einfach anzuwenden, sodass der Nutzer rasch eine Entscheidungshilfe bekommt. Das Projekt ist beispielgebend für viele andere eGovernment-Anwendungen“, so Jury-Mitglied Christian Rupp, Sprecher Plattform Digitales Österreich.
  • Bestes Modernisierungsprojekt 2017: „E21X, Hard- und Softwareerweiterung der Verkehrsrechnerzentrale Hessen“ / Hessen Mobil – Straßen- und Verkehrsmanagement. „Die Modernisierung der Verkehrsrechnerzentrale Hessen zeigt, wie mit Vernetzung von Informationen die Qualität von Dienstleistungen erheblich gesteigert werden kann. Davon profitieren alle: die Verkehrsteilnehmer, Umwelt, Polizei und Einsatzkräfte. Ein gelungenes Beispiel, welche Wirkung in der Digitalisierung steckt“, begründete Jury-Mitglied Franz-Reinhard Habbel, Sprecher Städte- und Gemeindebund, die Wah der Jury.
  • Bestes Kooperationsprojekt 2017: „SoJuS – Soziales und Jugend Serviceportal / Hilfen zur Erziehung“ / Landkreis Vorpommern-Greifswald. „SoJuS bringt die Bedürfnisse der Nachfrager (Öffentliche Verwaltung) und Anbieter (freie Träger) von Sozialdienstleistungen in Einklang und realisiert ein hohes Einsparungspotenzial in diesem ausgabenstarken Bereich, indem der Transaktionsaufwand deutlich reduziert wird. Außerdem ist der günstigste Preis für eine nachgefragte Dienstleistung sofort ersichtlich. Der Tätigkeitsbereich des Projekts ist nicht nur bundesweit von Relevanz (559 Jugendämter in Deutschland). Diese Lösung kann mit geringem Modifikationsaufwand auch nach Österreich und in die Schweiz exportiert werden“, so Jury-Mitglied Dieter Tschan, eGovernment-Beauftragter der Schweiz.
  • Beste Infrastrukturprojekte 2017: „Anbindung der Meldebehörden an das Ausländerzentralregister“ / Bundesverwaltungsamt. „Die Anbindung der Meldebehörden an das Ausländerzentralregister ist ein innovatives und strategisch bedeutsames Projekt. Dem Träger ist es eindrucksvoll gelungen, 5.500 Meldebehörden mittels der Nutzung von XÖV-Standards und OSCI-Transport anzubinden und damit die Vorgaben des Datenaustauschverbesserungsgesetzes zu realisieren. Der Nutzen ist für BAMF und die Meldebehörden beachtlich: Bürokratieabbau, Reduktion des Verwaltungsaufwands und gleichzeitig höhere Datenqualität sowie tagesaktuelle Daten im Kontext des Flüchtlingsmanagements. Auch die Asylbewerber müssen nicht mehr persönlich bei den Meldebehörden vorsprechen“, lautete die Begründung des Jury-Mitglieds Prof. Dr. Maria Wimmer, Dekanin am Institut für Wirtschafts- und Verwaltungsinformatik, Universität Koblenz-Landau.
  • „Ein Vertretungsmanagement für das eGovernment in Österreich“ / Bundesministerium für Finanzen: „Mit dem Projekt wurde im Unternehmensserviceportal ein zentrales Vertretungsmanagement geschaffen mit Single-Sign-On, Management von Vertretungsverhältnissen und einer einheitlichen Datenhaltung. Durch das Prinzip des One-Stop-Shops für sämtliche relevanten Informationen wird der Verwaltungsaufwand bei Nutzern, Behörden und Serviceanbietern reduziert. Bemerkenswert ist die potenziell umfassende Nutzbarkeit in sämtlichen Bereichen des eGovernment in Österreich, so Jury-Mitglied Manfred Klein, Chefredakteur der eGovernment Computing.

Zusätzlich zu den von der Jury verliehenen Preisen wird auf dem 22. Ministerialkongress am 15. September 2017 der Publikumspreis vergeben. Noch bis zum 4. August können alle Interessierten für ihren persönlichen Favoriten stimmen. Hier geht's zum Online-Voting.

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