eGovernment in Sachsen

Die eAkte als zentraler eGovernment-Baustein

| Autor: Manfred Klein

(Bild: maxsim_Fotolia.com)

Das eGovernment-Gesetz des Freistaats Sachsen schreibt den Einsatz der eAkte für die Landesverwaltung bis 2018 verbindlich vor. eGovernment Computing sprach mit dem Projektverantwortlichen bei der sächsischen Staatsverwaltung Peter Sondermann und Michael Walter von der Gisa GmbH.

Die Bundesrepublik befindet sich auf dem Weg hin zu einer digitalen Gesellschaft. Diese Entwicklung hat auch Konsequenzen für das Staatswesen. Welche Strategie zur Staats- und Verwaltungsmodernisierung verfolgt der Freistaat Sachsen? Was bedeutet das für eGovernment?

Sondermann: Die Auswirkungen der modernen Technik darauf, wie Bürger miteinander kommunizieren, wie Bürger und Unternehmen interagieren und wie Transaktionen zwischen Unternehmen ablaufen, sind so tiefgreifend, dass sich Politik, Staat und Verwaltung nicht entziehen können. Seit seiner Wiedergründung ist der Freistaat Sachsen daher ständig bestrebt, die neuen Potenziale für die Modernisierung von Strukturen und Arbeitsinstrumenten zu nutzen.

In der jüngeren Vergangenheit wurde ein Bündel an Aktivitäten zur Staatsmodernisierung angestoßen, das sich in den nächsten Jahren positiv auswirken wird. Hinsichtlich des Einsatzes der IT in der Verwaltung hat die Sächsische Staatsregierung im Jahr 2014 eine aktualisierte Strategie für IT und eGovernment beschlossen. Darin sind sieben strategische Ziele festgeschrieben. Ihnen zufolge soll der Einsatz der IT dazu beitragen:

  • die Öffnung von Regierung und Verwaltung zu unterstützen,
  • moderne Kommunikationswege zur Verwaltung zu etablieren,
  • Abläufe durchgängig elektronisch zu bearbeiten,
  • örtlich flexibel arbeiten zu können,
  • Leistungen der IT bedarfsgerecht und wirtschaftlich zur Verfügung zu stellen,
  • Zentralisierung, Zusammenarbeit und Standardisierung im Bereich IT fortzuführen,
  • Informationssicherheit und Datenschutz zu gewährleisten.

Die strategischen Ziele sind mit Einzelmaßnahmen untersetzt und bilden die nachvollziehbare Grundlage für den Ausbau von IT und eGovernment in Sachsen.

Welche Rolle spielt dabei das eGovernment-Gesetz des Freistaates Sachsen, das Sachsen als erstes Bundesland verabschieden konnte?

Sondermann: Das sächsische eGovernment-Gesetz gibt den rechtlichen Rahmen für den Ausbau der elektronisch unterstützten Verwaltung der Behörden des Freistaates sowie der Träger der Selbstverwaltung vor. Damit schafft es Sicherheit bei der inhaltlichen Umsetzung. Das Gesetz dokumentiert aber auch den strategischen Anspruch, den der Freistaat beim Ausbau von eGovernment verfolgt.

Ergänzendes zum Thema
 
Peter Sondermann
Die Gesprächspartner
 
Michael Walter, GISA GmbH
Die Gesprächspartner II

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