Cloud-Dienste im Behördenumfeld

Cloud ja, aber sicher!

| Autor / Redakteur: Arno Laxy / Susanne Ehneß

Sichere Datenwolken für die Öffentliche Hand
Sichere Datenwolken für die Öffentliche Hand (Bild: Ronald Hudson - Fotolia.com)

Ist die Cloud sicher genug für die Öffentliche Hand? „Durch das Auslagern in die Cloud gewinnt die Verwaltung in jedem Fall an Flexibilität“, meint Rainer Lohmann von Interoute. Im Gespräch erklärt er, worauf deutsche Behörden beim Einsatz von Cloud-Diensten unbedingt achten müssen.

Cloud Computing ist trotz der zuletzt gewachsenen Sicherheitsbedenken weiter im Kommen. Was bietet Interoute in diesem Bereich an?

Lohmann: Interoutes Wurzeln liegen im Netzwerkbereich, unsere Rechenzentren bilden die Grundlage für verschiedene Services, darunter verstärkt Cloud-Dienstleistungen. Unser Slogan – „from the ground to the cloud“ beschreibt diese Betrachtungsweise. Grundlage für die „Cloud“ ist unser eigenes paneuropäisches Netzwerk, unsere Kunden können Services wie zusätzliche Storagekapazitäten, Rechenleistungen oder auch Backups ordern. Auf Knopfdruck bestimmen sie, wann und wie lange sie es benötigen. Auf einen Begriff gebracht, sind es „Infrastructure-as-a-Service“ (IaaS), also Infrastruktur-Cloudservices, die wir in diesem Zusammenhang anbieten.

Wie schätzen Sie die gegenwärtige Marktsituation ein?

Lohmann: Der Markt wächst weiter, trotz der Verunsicherung wegen bekannt gewordener Ausspähaktionen gegen Daten im Netz. Heute stellt sich mehr denn je die Frage, wie sich Daten zuverlässig schützen lassen. Gerade im behördlichen Umfeld ist das besonders wichtig angesichts der sensiblen Daten der Bürger. Was die eingesetzten Techniken betrifft, geht der Trend insgesamt weg von dedizierter Hardware hin zu Cloudlösungen. Wir bei Interoute können unseren Kunden auf unseren Cloudplattformen Private-, Public- oder Hybrid-Cloud-Lösungen anbieten.

Ist die Cloud denn sicher genug für behördliche Einsatzzwecke?

Lohmann: Ganz wichtig sind zwei Punkte: Erstens, dass man weiß, wo sich die in der Cloud beherbergten Informationen physisch befinden. Sie sollten in Deutschland, im Geltungsbereich unserer strengen deutschen Datenschutzbestimmungen liegen. Mehr noch, der Kunde, in diesem Fall die Behörde, der Daten an einen Dienstleister, der die Cloud-Lösung betreibt, auslagert, muss das bestimmen können. Das ist heute bei Private Clouds möglich. Bei diesem Cloud-Modell werden die Vorteile des Cloud-Ansatzes, wie flexible Zuordnung der Rechenleistung und verbrauchsbezogene Abrechnung, mit der Sicherheit eines klassischen Rechenzentrums kombiniert. Ein Rechenzentrumsbetreiber muss für höchste Schutzmaßnahmen Sorge tragen. Das fängt bei den aktuellsten Sicherheitslösungen und -verfahren, einschließlich Verschlüsselung, DDoS- und Intrusion-Prevention-Schutz an und reicht bis zu den physischen Sicherheitsmaßnahmen wie 24x7-Überwachung, Zugangskontrollen, Notstromversorgung und ähnlichem. Zertifikate wie das ITGrundschutz- Zertifikat des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bestätigen das, auch bei Interoute. Bei uns kommt hinzu, dass wir ein eigenes Datennetz betreiben, sodass der Kunde für seine Private Cloud gar nicht auf die Internet-Infrastruktur zurückgreifen muss.

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Mein Tipp: Einfach nicht mitmachen bei diesen Spielereien! Datenschutz gibt es so und so nicht,...  lesen
posted am 18.06.2014 um 07:38 von Unregistriert

Was passiert eigentlich (vor allem mit meinen Daten), wenn mein Cloud-Anbieter pleite macht oder...  lesen
posted am 12.06.2014 um 18:35 von Unregistriert


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