IT-Consumerisation & eGovernment

BSI warnt vor Kontroll- und Vertrauensverlust bei BYOD

| Redakteur: Gerald Viola

Neu vom BSI: IT-Grundschutz-Überblickspapier zum Thema Consumerisation und BYOD
Neu vom BSI: IT-Grundschutz-Überblickspapier zum Thema Consumerisation und BYOD (Foto: QUALIA studio - Fotolia.com)

Consumerisation und BYOD (Bring Your Own Device) führen zu großen Herausforderungen für die Informationssicherheit und den Datenschutz in Behörden und Unternehmen, sagt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Ein Überblickspapier stellt konkrete Hinweise, Best Practices und Handlungsempfehlungen vor.

Das Bundesamt: „Consumerisation“ beschreibt die Entwicklung, dass immer mehr IT-Systeme, Anwendungen und Dienste, die ursprünglich für die Nutzung im privaten Umfeld entwickelt wurden, auch im beruflichen Bereich zum Einsatz kommen. Die Grenze zwischen beruflicher und privater Nutzung von IT löst sich damit immer mehr auf.

Hinzu kommen Strategien von Unternehmen und Institutionen, ihre Mitarbeiter zur dienstlichen Nutzung privater technischer Geräte zu ermutigen oder sogar finanzielle Anreize hierfür zu schaffen. Dieser Trend ist unter dem Begriff „Bring Your Own Device“ bekannt geworden.

Bedienungskomfort versus Sicherheit und Datenschutz?

Eine der größten Herausforderungen für die Informationssicherheit durch Consumer-Geräte besteht nach Ansicht des BSI darin, dass die Grenzen des Informationsverbundes des Unternehmen durchlöchert oder aufgelöst werden. So würden schützenswerte Daten auf Geräten verarbeitet, die nicht so gut abgesichert werden können wie Arbeitsplatzrechner. Zudem befinden sich mobile Endgeräte häufig außerhalb der geschützten IT-Umgebung der Institution.

Werden in einem Informationsverbund viele verschiedene Geräte eingesetzt, ließen sich zudem nicht alle im Unternehmen geltenden Sicherheitsanforderungen auf allen Geräten in gleicher Weise umsetzen. Beispielsweise unterstützten nicht alle Modelle eine vollständige Geräteverschlüsselung oder ließen differenzierte Rechtevergaben zu. Dadurch könne es zu unterschiedlichen Sicherheitsniveaus auf Geräten kommen, die eigentlich für vergleichbare Aufgaben benutzt werden sollen.

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posted am 06.02.2013 um 07:42 von el4546


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