eGovernment Summit 2012

Blick in die Zukunft: von Open Government Data bis Liquid Friesland

| Autor / Redakteur: Manfred Klein / Gerald Viola

Bitte lächeln: Gruppenfoto vom eGovernment Summit 2012
Bitte lächeln: Gruppenfoto vom eGovernment Summit 2012 (Foto: Alexander Kohlhase)

Der eGovernment Summit zeichnete sich von je her durch eine intensive und kreative Arbeitsatmosphäre aus – das war auch in diesem Jahr nicht anders. Unter dem Motto: „Von Open Data zu Big Data – Grenzenloses eGovernment“ diskutierten Experten aus Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft die künftige Entwicklung von eGovernment.

Die Schirmherrin der Veranstaltung, Staatssekretärin Cornelia Rogall-Grothe, hatte die Wichtigkeit des gewählten Themas in ihrem Grußwort so beschrieben: „Bürger und Unternehmen erwarten von der Öffentlichen Verwaltung schnelles, verlässliches und qualitativ hochwertiges Handeln. eGovernment stellt für die Bundesregierung ein zentrales Handlungsfeld dar, um diesem berechtigten Anliegen gerecht zu werden.“ Die IT-Beauftragte der Bundesregierung hatte in diesem Zusammenhang auch die wachsende Bedeutung von mobile Government angesprochen.

Der CIO des Freistaates Sachsen und Gewinner des diesjährigen eGovernment Leadership Award, Dr. Wilfried Bernhardt, erklärte dazu: „Ich begrüße die Initiative des Bundes, Entwicklungen an der Schnittstelle von Open Government Data und Mobile Government zu fördern. Ich bin überzeugt, hier wird ein Kristallisationspunkt für Kreativität und unternehmerische Wertschöpfung entstehen. Wesentlich ist, dass die Sicherheit der mobilen Kommunikation gewährleistet wird.“

„Ich denke, für die Informationssicherheitsziele der Vertraulichkeit, Integrität und nicht zuletzt auch Verfügbarkeit stellen sich hier im Vergleich zu anderen Kommunikationskanälen neue Herausforderungen. Darüber hinaus erscheint mir die Interoperabilität entsprechender Lösungen noch ein weites Feld mit vielen Handlungsnotwendigkeiten.

Mobile eGovernment-Anwendungen müssen nicht nur eine medienbruchfreie und automatisierbare Weiterverarbeitung der Daten ermöglichen, sondern auch, dass sie sozusagen diskriminierungsfrei über die gesamte Breite von mobilen Endgeräten einsetzbar sind, gehört zu den Kriterien für einen künftigen Erfolg.“

Weitere wesentliche Aspekte seien die Ergonomie der Bedieneroberfläche, die Integrierbarkeit in bestehende Infrastrukturen und die Unterstützung der elektronischen Authentifizierung oder Identifizierung mit den neuen Instrumenten wie etwa dem neuen Personalausweis.

Ebenfalls eine herausragende Rolle spielten auf dem Summit die Begriffe Open Government und Open Data. Dazu Dr. Bernhardt: „Von den Aktivitäten unter dem Titel Open Government erwarte ich, dass die Mitwirkung an unserem sehr komplex gewordenen Gemeinwesen für die Bürger attraktiver wird. Wenn wir die Potenziale der modernen Informations- und Kommunikationstechnologien – etwa zur Vorbereitung politischer Entscheidungen – geschickt einsetzen, können wir auf das Know-how von Zielgruppen zurückgreifen, das auf klassischen Wegen der Beteiligung, also besonders durch Wahlen, nicht gleichermaßen zugänglich ist.“

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