Medizintechnik

Blick in die Zukunft der Medizin

| Autor: Susanne Ehneß

(Bild: Messe Düsseldorf)

Die Medizintechnik-Messe Medica und die angeschlossene Zulieferer-Messe Compamed lockten vergangene Woche rund 130.000 Fachbesucher nach Düsseldorf. Auch die Bundesregierung zeigte sich engagiert.

130.000 Fachbesucher, 5.000 Aussteller, 168 Referenten, 120 Nationen: Die Medica verlief auch 2015 erfolgreich. Parallel fanden die Compamed als Messe für die Medizintechnik-Zulieferer sowie der 38. Deutsche Krankenhaustag und die 3. European Hospital Conference statt.

Informationstechnik ist elementarer Bestandteil und Grundlage moderner Medizin. Die Medizinmesse bot auch einen Ausblick auf die weitere Entwicklung. So hält der Trend zur Miniatisierung weiter an. Beispiel: ein Ultraschall-Gerät, das einzig aus einem Schallkopf und der Verbindung zu einem Tablet-PC mit passender App besteht.

Auch Wearables und Smartphones in Komination mit Gesundheits-Apps wird großes Potenzial bescheinigt. Zu den Produktneuheiten der Medica zählte beispielsweise das erste mobile 22-Kanal-EKG-System für Tablet-PC und Smartphone. Das System soll nicht nur die Diagnose von Herzrhythmusstörungen, sondern auch von Durchblutungsmängeln (als Vorboten eines Infarktes) ermöglichen.

Viel Beachtung fanden auch ein mobiles Analysetool zur Messung von Emotionen für ein optimales Stressmanagement oder ein Frisbee-Scheiben-ähnliches Gerät mit Mobiltelefon-Anbindung zur perfekten Analyse der Schlafaktivitäten – auf Schlaflaborniveau, aber zur unkomplizierten Anwendung unter der Matratze im heimischen Bett.

Illustre Gäste

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe unterstrich zur Eröffnung der Medica 2015 beim 38. Deutschen Krankenhaustag die Bedeutung des geplanten Krankenhausstrukturgesetzes zur Verbesserung der finanziellen Ausstattung deutscher Kliniken.

Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka stellte zum Auftakt beim „Medica Health IT Forum“ das Förderkonzept Medizininformatik der Bundesregierung vor. Es setze genau da an, woran es derzeit noch vielfach hapert, da viele medizinische Daten verstreut gespeichert in Kliniken, Praxen oder anderen Versorgungseinrichtungen seien – oft nicht einmal in digitaler Form.

„Einer der großen inhaltlichen Schwerpunkte der Medica ist die Digitalisierung der Medizin. Darum war die Medica 2015 für die Vorstellung des Förderkonzepts Medizininformatik der geeignete Ort. Uns geht es vor allem darum, dass medizinisch relevante Daten zum Wohle der Patienten genutzt werden. Wenn diese Daten systematisch ausgewertet werden, können daraus genauere Diagnosen und verbesserte Therapien abgeleitet werden“ erläuterte Wanka.

Klicken Sie sich durch unsere Bilderstrecke und lassen Sie Medica und Compamed Revue passieren:

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