Intelligente Assistenzsysteme

Big Data und die sechs Megatrends 2015

| Autor / Redakteur: Daniel Fallmann / Susanne Ehneß

Wer es schafft, die Gräben innerhalb einer Organisation zu füllen, kann aus den vorhandenen Daten und Informationen eine Goldgrube machen
Wer es schafft, die Gräben innerhalb einer Organisation zu füllen, kann aus den vorhandenen Daten und Informationen eine Goldgrube machen (Bild: scandinaviastock - topae - Fotolia.com)

Die Informationstechnologie beherrscht zunehmend alle Bereiche des Lebens. An vorderster Front: Big Data und die Möglichkeit, die Welt, wie wir sie kennen, von Grund auf zu ändern. Die Entwicklung zeigt derzeit in Richtung intelligenter Assistenzsysteme.

Daniel Fallmann, Gründer und Geschäftsführer des österreichischen Unternehmens Mindbreeze, hat sich vor über zehn Jahren auf die Themen Big Data und Enterprise Search spezialisiert. Sein Zwischenresümee: Während es sich in der Pionierzeit der Technologien in erster Linie um die Verarbeitung großer Datenmengen und der Suche innerhalb dieser handelte, zeigt die Entwicklung derzeit in Richtung intelligenter Assistenzsysteme. Hier seine wichtigsten Trends für das Jahr 2015.

1. Big Data als Goldbarrenpresse

Unternehmen werden gerne als Organismus bezeichnet, was eher dem naiven Wunschdenken der Geschäftsführer entspricht als der Realität. Denn was Firmen typischerweise ausmacht, sind nicht Kräfte, die ineinandergreifen, um gemeinsam ein Ziel zu erreichen, sondern viel mehr Gräben, die innerhalb der Organisation verlaufen und die Bewegungsfreiheit des Gesamtunternehmens massiv einschränken. Gräben zwischen Abteilungen, die in Konkurrenz stehen, Gräben zwischen Mitarbeitern, die nichts miteinander zu tun haben wollen, Gräben zwischen Top-Management und dem traurigen Rest. Gräben auch zwischen den einzelnen Applikationen im Unternehmen, die nicht optimal miteinander kommunizieren.

Die Folgen dieser internen Unzulänglichkeiten: Die im Unternehmen vorhandenen Daten, Informationen und Wissen sind verteilt und finden via Bruchlinien nur selten zueinander. Die Situation ist mit Goldstaub vergleichbar, der im Boden schlummert. Wer es schafft, ihn zu heben, um daraus Barren zu pressen, hat die Nase vorne.

2015 ist das Jahr, in dem Big-Data-Technologien verstärkt dazu verwendet werden, Daten, Informationen und schließlich das Wissen, das im Unternehmen verstreut ist, über alle Gräben hinweg zu konsolidieren und als zentrales Asset im Geschäftsalltag einzusetzen – ein gülden Asset, von dem alle im Unternehmen gemeinsam profitieren können, wie tief die Bruchlinien auch sein mögen.

2. Zusammenhänge verstehen

Eine wesentliche Stärke von Big Data ist die Fähigkeit, Korrelationen und Muster dort zu erkennen, wo Menschen nur Datenchaos sehen. Beispiele dafür gibt es bereits Hunderte, sie stammen aus allen Bereichen des Lebens, wie Wirtschaft, Wissenschaft, Medizin oder Sport. Big-Data-Analysen können den Verlauf von Grippeepidemien bis ins kleinste Detail voraussagen oder auf Basis eigentümlicher Verhaltensmuster warnen, wenn ein Kunde mit dem Gedanken spielt, zu kündigen.

Die Fähigkeit, Zusammenhänge zu erkennen, lässt Vergleiche mit der menschlichen Intelligenz zu. Auch wenn Letztere durch IT-Technologie wahrscheinlich nie erreicht werden kann, so sind bereits heute Systeme im Einsatz, die Menschen helfen, intelligenter zu agieren. Diese cleveren Assistenzsysteme werden in den kommenden Monaten und Jahren verstärkt entwickelt und eingesetzt werden, um sich in einer stetig komplexer werdenden Welt zurechtzufinden und im Geschäftsleben den nötigen Vorsprung gegenüber dem Mitbewerb zu schaffen.

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