Gartner-Prognose

Behörden wechseln zur Sicherheit in die Cloud

| Autor: Ira Zahorsky

Die Cloud ist auch für Behörden eine Option, auch wenn die Sicherheit immer noch Bedenken macht.
Die Cloud ist auch für Behörden eine Option, auch wenn die Sicherheit immer noch Bedenken macht. (Bild: ra2 studio_Fotolia.com)

Heutzutage bieten Public-Cloud-Lösungen das notwendige Maß an Skalierbarkeit, Rechenleistung, Speicherplatz und Sicherheit, um digitale Behördenplattformen zu ermöglichen.

„Viele Cloud-Provider wie Amazon Web Services, Microsoft und Google investieren große Summen, um ihre Lösungen sicherer zu machen und Vertrauen aufzubauen“, sagt Neville Cannon, Research Director bei Gartner. „Viele dieser Provider können mehr investieren als sich die meisten Regierungen leisten könnten, ganz abgesehen von der durchschnittlichen Behörde.“

Das Marktforschungs-Unternehmen Gartner prognostiziert, dass bis 2018 der Sicherheitsaspekt der Hauptgrund sein wird, weshalb Behörden in die Public Cloud wechseln werden, vorausgesetzt die jeweilige Gesetzgebung erlaubt dies. Aber auch Kostenersparnis, Flexibilität und Schnelligkeit sind gute Gründe, Daten in die Cloud zu verlagern.

Die nationale Gesetzgebung und Bedenken über die Daten-Hoheit werden die Umsetzung zunächst ausbremsen, da größtenteils die Datenspeicherung vor Ort als sicherer empfunden wird, und die weiteren Vorteile nur zweitrangig sind, vermutet Cannon.

Die Einführung wird sich beschleunigen und vorbehaltlich einer angemessenen Analyse der Risiken, der Leistungsfähigkeit des Providers und der eingesetzten Datenschutz-Technologien, werden Landes-CIOs dazu übergehen, öffentliche Daten und Daten mit geringer bis mittlerer Sensitivität in die Cloud zu verlagern.

Weitere Prognosen

Gartner meint, dass bis 2018 über die Hälfte der Tier-1-Support-Services der Öffentlichen Hand aus virtuellen Assistenten bestehen wird. „Um die Effizienz zu steigern und Geschäftsergebnisse zu optimieren, experimentieren Behörden mit smarten Technologien für kommunale Dienstleistungen, beispielsweise mit dem Einsatz virtueller Assistenten“, meint Rick Howard, ebenfalls Research Director bei Gartner. „Das kognitive Lernen und die Technologien zur Sprachverarbeitung sind inzwischen so weit ausgereift, dass Landes-CIOs sie in ihre Technologie-Roadmap mit einbeziehen können.“ Der Einsatz von virtuellen Assistenten in weniger kritischen Bereichen, wie Tier-1-Support oder Beschwerdemanagement, lässt den menschlichen Angestellten mehr Zeit für wichtige Aufgaben wie Problemfälle oder Auswertung von Programmen. Die CIOs sollten mit Programm-Managern gemeinsam Anwendungsfälle für unterschiedliche smarte Technologien entwickeln und dann Szenarien planen, um die gewünschten Geschäfts­ergebnisse zu erzielen.

Mehr Effizienz

Next-Generation-Daten-Management-Tools erleichtern den Nutzern und Wissenschaftlern den Zugang zu Analysen. Die Leistung von Regierungsangestellten und Behörden wird Gartner zufolge künftig von den Methoden und Algorithmen bestimmt, die sie einsetzen, um Datenmaterial für leistungs- und effizienzsteigernde Maßnahmen zu nutzen.

„Die Erarbeitung und Einführung von ‚Bring You Own Algo‘-Strategien in Behörden soll der Öffentlichen Hand als Arbeitgeber helfen, den Wettbewerbsnachteil bei der Einstellung von Top-Talenten abzumildern“, so Howard. „Damit können die Behörden voll vom Einsatz der Angestellten profitieren, die zur erfolgreichen Arbeit alle digitalen Werkzeuge zur Verfügung haben müssen.“

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Auf die Rechnung der Kosteneinsparung bin ich schone heute gespannt. Cloud in der Praxis bedeutet...  lesen
posted am 12.02.2016 um 15:33 von Unregistriert

Na, wenn Gartner das prognostiziert, dann muss es ja stimmen ... Man sollte sich bei solchen...  lesen
posted am 05.02.2016 um 12:28 von Unregistriert


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